Zwei Unfälle im Landkreis Vorpommern-Rügen, Ermittlungen wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet
Körkwitz: Verkehrsunfälle auf der L 21

L21 (LK V-R) (ost)
Am Montag, dem 15.06.2026, ereigneten sich auf der Landesstraße 21 im Landkreis Vorpommern-Rügen zwei Verkehrsunfälle, bei denen die Polizei jeweils Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet hat.
Um etwa 11:30 Uhr kollidierten zwei Autos zwischen den Ortschaften Klockenhagen und Körkwitz. Nach ersten Informationen fuhr eine 65-jährige deutsche Frau in einem VW Golf auf den vor ihr fahrenden VW Golf einer 62-jährigen deutschen Fahrerin auf. Die 65-Jährige erlitt leichte Verletzungen bei dem Zusammenstoß. Die 62-Jährige blieb unverletzt. Der entstandene Schaden wird auf ca. 4.000 Euro geschätzt.
Während der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise, dass die 65-Jährige möglicherweise unter dem Einfluss von Medikamenten stand. Speziell geschulte Polizeibeamte prüften die festgestellten körperlichen Anomalien. Daraufhin wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein der Frau wurde eingezogen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung dauern an.
Gegen 14:00 Uhr ereignete sich ein weiterer Unfall zwischen Dierhagen und Wustrow. Laut bisherigen Informationen kam ein 87-jähriger deutscher Fahrer eines Audi aus bisher ungeklärter Ursache von der Straße ab und hatte einen Alleinunfall. Der Fahrer blieb nach aktuellen Informationen unverletzt. Der entstandene Schaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.
Während der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise, dass Sekundenschlaf möglicherweise die Ursache für den Unfall war. Auch in diesem Fall leitete die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung ein. Der Führerschein des 87-Jährigen wurde beschlagnahmt.
Die Polizei betont, dass körperliche Beeinträchtigungen, gesundheitliche Probleme, Übermüdung oder die Wirkung von Medikamenten die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen können. Wer trotz solcher Probleme ein Fahrzeug lenkt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Neben schwerwiegenden Unfällen können solche Verstöße strafrechtliche Konsequenzen und den Entzug der Fahrerlaubnis nach sich ziehen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. 334 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,6% aller Unfälle entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Todesfälle, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








