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Kriminalstatistik Rostock 2025

Die Kriminalitätsbelastung in Rostock ist erneut gesunken. Die Gesamtstraftaten sind um 4,3% zurückgegangen, auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre.

Foto: Depositphotos

Rostock (ost)

Die Rate der Straftaten in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist im Jahr 2025 erneut gesunken. Wie im Vorjahr verzeichnet die Polizeiinspektion Rostock einen Rückgang der Gesamtstraftaten und bestätigt damit den langfristigen Trend eines vergleichsweise niedrigen Niveaus.

Diese Entwicklung entspricht der im März veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die ebenfalls einen weiteren Rückgang der registrierten Straftaten zeigt. Damit fügt sich Rostock in die insgesamt positive Entwicklung auf Landesebene ein.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 17.080 Straftaten im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Rostock registriert. Dies entspricht einem Rückgang um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024 (17.827 Fälle) und dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre.

Die Aufklärungsquote ist leicht rückläufig und liegt bei 56,8 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr von 61,4 Prozent.

Die Diebstahlsdelikte nehmen den größten Anteil am Gesamtstraftatenaufkommen ein, wie in den vergangenen Jahren. Rund ein Drittel aller registrierten Straftaten entfällt auf Diebstähle, mit 5.503 Fällen, obwohl es hier einen leichten Rückgang von 2,5 Prozent (-138 Fälle) gibt.

Diese Entwicklung zeigt sich besonders deutlich bei den Ladendiebstählen, die um 20,0 Prozent auf 1.440 Fälle gesunken sind (2024: 1.800 Fälle). Auch die Fallzahlen bei Fahrraddiebstählen (-7,3 Prozent) sowie Diebstählen in Gaststätten, Hotels und Pensionen (-43,6 Prozent) sind rückläufig.

Der Diebstahl von Kraftfahrzeugen bleibt stabil auf niedrigem Niveau mit 48 Fällen (2024: 47 Fälle). Es gibt jedoch Zuwächse bei Moped- und Kraftrad-Diebstählen sowie Diebstählen an und aus Kraftfahrzeugen, die jeweils um 12,9 Prozent gestiegen sind (+22 bzw. +62 Fälle). Auch der Wohnungseinbruchdiebstahl verzeichnet einen Anstieg von 8,4 Prozent (+12 Fälle).

Die Aufklärungsquote für Diebstähle liegt 2025 bei 35,1 Prozent (2024: 38,0 Prozent).

Zunahme bei „Sonstigen Straftatbeständen“

Die zweitgrößte Gruppe von Straftaten sind die „Sonstigen Straftatbestände des Strafgesetzbuches“. Mit 4.360 Fällen (2024: 3.966) machen sie 25,5 Prozent des Gesamtaufkommens aus, was einem Anstieg um 9,9 Prozent (+394 Fälle) entspricht. Hierzu gehören unter anderem Sachbeschädigung, Brandstiftung, Hausfriedensbruch, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Beleidigung und das Vortäuschen einer Straftat.

Es gab jedoch einen markanten Rückgang bei Vermögens- und Fälschungsdelikten. Die Fallzahlen sanken um 22,0 Prozent (-742 Fälle) auf 2.631 registrierte Taten. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Bereich bei 73,1 Prozent.

Vor allem Betrugsdelikte sind innerhalb dieser Gruppe deutlich gesunken (1.883 Fälle gegenüber 2.718 im Jahr 2024, -30,7 Prozent). Auch die Beförderungserschleichung (-45,9 Prozent) ging zurück. Der Waren- und Kreditbetrug blieb nahezu konstant, mit 310 Fällen etwas unter dem Niveau von 317 Fällen im Vorjahr.

Zu beachten ist, dass insbesondere Betrugsdelikte mit einem Tatort im Ausland – wobei der Tatort den Handlungsort des Tatverdächtigen bezeichnet – oder einem nicht konkretisierbaren Tatort, häufig im Zusammenhang mit Internetkriminalität, nicht in die Polizeiliche Kriminalstatistik für Rostock einfließen, sondern gesondert in der Statistik der Auslandstaten erfasst werden.

Es gibt jedoch Zunahmen bei Urkundenfälschungen (+61 Fälle/+57 Prozent) sowie Tankbetrug (+10 Fälle/+13,0 Prozent).

Rückgang bei Rohheitsdelikten

Erstmals seit 2022 ist auch im Bereich der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Mit 2.991 Fällen (2024: 3.060 Fälle) wurden 2,3 Prozent weniger Taten registriert als im Vorjahr.

Rückläufig entwickelten sich hier unter anderem Bedrohung (-49 Fälle/ -6,8 Prozent), Raub und räuberische Erpressung (-29 Fälle/ -18,7 Prozent), Nötigung sowie fahrlässige Körperverletzung. Die Körperverletzungsdelikte blieben insgesamt nahezu auf dem Vorjahresniveau (-0,6 Prozent). Es gab jedoch einen Anstieg bei gefährlichen Körperverletzungen im öffentlichen Raum um 10,9 Prozent (+36 Fälle). Auch Nachstellungen (Stalking) haben mit 97 Fällen deutlich zugenommen (+30 Fälle/ +44,8 Prozent).

Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung liegen über dem Niveau des Vorjahres. Mit 377 registrierten Fällen wurde ein Anstieg um 24,4 Prozent festgestellt. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Bereich bei 85,1 Prozent.

Während sexuelle Belästigung leicht rückläufig ist (-5 Fälle), sind insbesondere die Verbreitung pornografischer Inhalte (+50 Fälle), sexueller Missbrauch (+29 Fälle) sowie sexueller Missbrauch von Kindern (+19 Fälle) angestiegen.

Die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 18 Jahren ist weiterhin rückläufig. Mit 555 Personen (2024: 656) ergibt sich ein Rückgang um 15,4 Prozent. Ihr Anteil liegt bei 9,0 Prozent aller Tatverdächtigen.

Auch in den Altersgruppen der 18- bis 25-Jährigen (-272 Tatverdächtige) sowie der 25- bis 60-Jährigen (-428 Tatverdächtige) sind Rückgänge zu verzeichnen. Diese Altersgruppe stellt mit 59,8 Prozent weiterhin den größten Anteil.

Zuwächse zeigen sich hingegen bei Kindern unter 14 Jahren (+25 Tatverdächtige), sowie bei Personen ab 60 Jahren (+22 Tatverdächtige).

Weitere Details zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025:

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 540 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 657 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 380 im Jahr 2022 auf 484 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 475 im Jahr 2022 auf 600 im Jahr 2023. Unter den Verdächtigen waren 436 Männer und 39 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 556 Männer und 44 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg ebenfalls von 113 im Jahr 2022 auf 189 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 12.625 Fällen die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 540 657
Anzahl der aufgeklärten Fälle 380 484
Anzahl der Verdächtigen 475 600
Anzahl der männlichen Verdächtigen 436 556
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 39 44
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 113 189

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Mordraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle aufgezeichnet, während es im Jahr 2023 nur noch 23 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle entspricht in beiden Jahren der Anzahl der aufgezeichneten Fälle. Die Anzahl der Verdächtigen ist ebenfalls gesunken, von 34 im Jahr 2022 auf 26 im Jahr 2023. Davon waren 30 männliche Verdächtige, 4 weibliche Verdächtige und 6 nicht-deutsche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 23 männliche Verdächtige, 3 weibliche Verdächtige und 5 nicht-deutsche Verdächtige gab. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 39 23
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36 23
Anzahl der Verdächtigen 34 26
Anzahl der männlichen Verdächtigen 30 23
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4 3
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6 5

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 328, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, wovon 409 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, darunter 244 Männer, 150 Frauen und wiederum 40 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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