Ein Handelsunternehmen wurde Opfer von Hackern, die falsche Rechnungen verschickten. Kunden sollten aufmerksam sein und Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um Betrug zu vermeiden.
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: Betrug durch gefälschte Rechnungen

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (ost)
Ein Unternehmen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurde Opfer von Hackern, die unter dem Namen des lokalen Unternehmens gefälschte Rechnungen verschickten.
Zuerst sandte die Firma echte Rechnungen an Kunden und bat um Zahlung. Kurz darauf erhielten die Kunden eine E-Mail, in der stand, dass die erste Rechnung falsch war, da sich die Kontodaten und der Rechnungsbetrag geändert hatten. Ein Geschäftspartner – ebenfalls aus dem Landkreis – wurde misstrauisch und rief direkt bei der Firma an. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei der „neuen“ Rechnung um einen Betrug handelte. Das betroffene Unternehmen überprüfte sofort seine Systeme und informierte die Polizei.
Kurz bevor dies alles auffiel, erhielt ein weiterer Kunde aus einem anderen Bundesland auch eine zweite Rechnung, in der angeblich neue Kontodaten und ein neuer Rechnungsbetrag standen. Dieses Unternehmen wurde leider nicht skeptisch und verlor durch die betrügerische Rechnungs-E-Mail mehrere zehntausend Euro.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Betrugs. Die Ermittler erinnern in diesem Zusammenhang sowohl Anbieter als auch Käufer daran, aufmerksam zu sein. Es ist wichtig, dass die entsprechende Sicherheitssoftware immer auf dem neuesten Stand ist, um Hackern den Zugriff zu erschweren. Außerdem sollten Geschäftspartner skeptisch sein und verdächtige Forderungen oder plötzliche Änderungen der Zahlungsmodalitäten lieber überprüfen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass dieses Betrugsphänomen bei kleinen und mittelständischen Unternehmen zunehmend für Unruhe sorgen wird.
Die Polizei möchte mit diesen Informationen im Allgemeinen über solche Betrugsfälle aufklären und alle Unternehmen dafür sensibilisieren. Es werden daher keine detaillierteren Informationen über das betroffene Unternehmen im aktuellen Fall veröffentlicht.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, von denen 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, von denen 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und wiederum 40 Nicht-Deutsche involviert waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








