Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: Großer Verlust durch Love-Scamming

Eine 66-jährige Frau verliert 89.000 Euro an einen Betrüger, der sich als „Liebhaber“ ausgab. Die Polizei warnt vor der Masche und bittet um Vorsicht bei Online-Bekanntschaften.

Foto: unsplash

Neubrandenburg (ost)

Die Polizeiinspektion Neubrandenburg warnt erneut vor der Betrugsmasche des sogenannten „Love-Scammings“. Eine 66-jährige Frau aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist Opfer dieser skrupellosen Masche geworden und hat seit Dezember 2024 insgesamt 89.000 Euro an einen vermeintlichen „Liebhaber“ überwiesen. Gemäß den ersten Untersuchungen nahm der Täter über eine Online-Partnervermittlung Kontakt zu der 66-Jährigen auf. Über mehrere Monate hinweg baute er eine scheinbar romantische Beziehung auf und verlangte wiederholt Geld für angebliche Notlagen, wie beispielsweise Steuerschulden und Zollgebühren. Nachdem die Frau keine Nachrichten oder Antworten mehr von dem Täter erhielt, schöpfte sie Verdacht und informierte sofort die Polizei. Die Kriminalpolizei Neubrandenburg hat die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

Die Polizei fordert die Bevölkerung auf, im Umgang mit Online-Bekanntschaften erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht walten zu lassen und gibt folgende präventive Handlungsempfehlungen:

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, von denen 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, wobei 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, darunter 244 Männer, 150 Frauen und wiederum 40 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24