Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, bei der Kriminelle Jobsuchende um Geld oder Identität bringen. Ermittlungen laufen in beiden Fällen.
Landkreis MSE, Landkreis VG: Polizei warnt vor Betrügen durch “Job Scamming”

Landkreis MSE, Landkreis VG (ost)
Gestern wurden der Polizei im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg zwei Fälle von “Job Scamming” gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle gefälschte Stellenanzeigen verwenden. Das Ziel ist es, Jobsuchende um ihr Geld zu bringen oder ihre Identität für Straftaten wie Geldwäsche zu nutzen. Häufig wird mit sehr hohen Verdienstmöglichkeiten für Homeoffice-Jobs, Produkttests, Paketweiterleitungen oder Investmentjobs geworben.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bei einer 21-jährigen Frau aus dem Umland von Greifswald. Sie stieß auf einer bekannten Online-Jobbörse auf eine vermeintlich lukrative Stellenausschreibung. Im Auftrag eines Unternehmens sollte sie verschiedene Aufgaben wie die Prüfung von Verfahren zur Kontoeröffnung durchführen. Anschließend eröffnete sie unter Verwendung einer E-Mail-Adresse, die ihr vom Tatverdächtigen zugewiesen wurde, ein Bankkonto in ihrem Namen. Als das Konto nach dem Test nicht gelöscht wurde und sie eine Visa-Karte erhielt, wurde sie misstrauisch und informierte die Polizei. Es entstand bisher kein Schaden.
Ein weiterer Fall wurde der Polizei in Malchin gemeldet. Ein 24-jähriger Mann sah in den sozialen Medien Werbung, die hohe Gewinne bei geringem Aufwand versprach. Er sollte für eine bekannte Reiseplattform Aufgaben wie das Liken bestimmter Hotels übernehmen und dafür bezahlt werden. Nach einigen kleinen Auszahlungen von Einzelbeträgen investierte der Mann etwa 2.000 Euro, die er sich zuvor von einer 74-jährigen Verwandten geliehen hatte. Aufgrund eines angeblichen Fehlers im Ablauf wurde das Geld jedoch “eingefroren”, und es wurden weitere 3.000 Euro verlangt, um diese Situation zu beheben. Daraufhin bat er erneut seine Verwandte um das benötigte Geld. Diese vermutete jedoch einen Betrug und informierte zusammen mit ihrem Enkel die Polizei.
In beiden Fällen wird nun wegen Betrugs ermittelt.
Obwohl Online-Angebote oft seriös und vielversprechend erscheinen, rät die Polizei zur Vorsicht.
Quelle: Presseportal








