In Mecklenburg-Vorpommern kam es alle neun Minuten zu einem Verkehrsunfall. Durch aufmerksame Beamtinnen und Beamte wurden in einer Nacht zehn Fahrten unter Alkoholeinfluss verhindert.
Landkreis Vorpommern-Greifswald: Polizei stoppt nächtliche Trunkenheitsfahrten

Neubrandenburg (ost)
J alle neun Minuten gab es 2023 in Mecklenburg-Vorpommern einen Verkehrsunfall. Alle zwei Stunden wurden dabei sogar Personen verletzt. Eine der Hauptursachen für Unfälle bleibt das Fahren unter Alkoholeinfluss.
Durch aufmerksame Polizeibeamte im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg konnten in der vergangenen Nacht jedoch mehrere mögliche Unfälle verhindert werden. Zwischen gestern Abend (24.07.2024) um 20:00 Uhr und heute Morgen (25.07.2024) um 05:00 Uhr wurden in den drei Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen insgesamt zehn Fahrten unter Alkoholeinfluss und eine unter Drogeneinfluss festgestellt.
Die traurige Spitzenreiterin war eine Radfahrerin aus Greifswald – ihr Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,08 Promille. Die meisten Verstöße wurden jedoch bei Autofahrern festgestellt. Auch einem E-Scooter-Fahrer aus Grimmen wurde die Weiterfahrt mit 1,22 Promille untersagt.
Die Polizei leistet mit solchen Feststellungen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Wir möchten daher erneut an alle Verkehrsteilnehmer appellieren: Wenn Sie getrunken haben, lassen Sie Ihr Fahrzeug stehen – das gilt auch für Fahrräder und E-Scooter. Bestellen Sie ein Taxi oder gehen Sie zu Fuß von der Grillfeier mit Freunden nach Hause. Organisieren Sie eine Abholung, wenn Sie zu einer Geburtstagsfeier eingeladen sind. Das kann im Zweifelsfall Ihr Leben und das anderer Verkehrsteilnehmer retten.
Übrigens: Das Fahren unter Alkoholeinfluss stellt – je nach Atemalkoholwert – eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat nach § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) dar. Der Grenzwert für Autofahrer beträgt 0,5 Promille, für Fahranfänger sogar 0,0 Promille. Für Radfahrer liegt der Wert derzeit bei 1,6 Promille und für E-Scooter-Fahrer gelten die gleichen Grenzwerte wie für Autofahrer. Alle Werte, die diese Grenzwerte überschreiten, werden als Straftat betrachtet. Zudem werden je nach Promillewert hohe Geldstrafen und Fahrverbote verhängt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2021 und 2022 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 8728 Fälle erfasst, wovon 8304 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 6776, wobei 5675 männliche und 1101 weibliche Verdächtige waren. 647 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 sank die Anzahl der erfassten Fälle auf 8223, wobei 7758 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen verringerte sich auf 6598, wobei 5556 männliche und 1042 weibliche Verdächtige beteiligt waren. 713 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.728 | 8.223 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 8.304 | 7.758 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.776 | 6.598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.675 | 5.556 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.101 | 1.042 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 647 | 713 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2022
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2022 zeigt insgesamt 53.500 Unfälle. Davon endeten 4.913 Unfälle mit Personenschaden, was 9,18% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden betrafen 1.233 Fälle, was 2,3% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 288 Fällen registriert, was 0,54% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 47.066 Fälle, was 87,97% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 31.178 Unfälle (58,28%), außerorts (ohne Autobahnen) 19.742 Unfälle (36,9%) und auf Autobahnen 2.580 Unfälle (4,82%). Insgesamt gab es 83 Getötete, 1.266 Schwerverletzte und 4.983 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 53.500 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.913 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.233 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 288 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 47.066 |
| Ortslage – innerorts | 31.178 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 19.742 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 2.580 |
| Getötete | 83 |
| Schwerverletzte | 1.266 |
| Leichtverletzte | 4.983 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








