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Landkreis Vorpommern-Greifswald: Übung bei Bahnbetriebsunfall, Einsatzkräfte proben Ernstfall im Landkreis Vorpommern Greifswald

Eine großangelegte Übung trainiert die Zusammenarbeit bei einem schweren Bahnbetriebsunfall und optimiert die Rettungsabläufe.

Foto: Depositphotos

Greifswald (ost)

Großübung im Landkreis Vorpommern Greifswald: Einsatzkräfte proben Ernstfall bei Bahnbetriebsunfall Greifswald/ Lubmin den 07.03.2026

Am heutigen Samstag fand im Bereich der Bahnstrecke Greifswald- Lubmin, Höhe Bundesstraße 109 (Brücke Diedrichshagen), eine großangelegte Übung statt. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen und Sicherheitsbehörden bei einem schweren Bahnbetriebsunfall zu trainieren und die Rettungsabläufe zu optimieren.

Übungsteilnehmer: (nicht abschließend) – Übungsleitung: Amt Landhagen, – EWN GmbH- Eisenbahninfrastrukturunternehmen, – Werksfeuerwehr EWN GmbH, – den Feuerwehren im Umkreis der Strecke Lubmin- Schönwalde – DB AG (InfraGo und Notfallmanagement), – Rettungsdienst, – Technisches Hilfswerk – Bundespolizei, – Landespolizei MV – Sanitätszug des DRK – Leitender Notarzt/ Org. Leiter Rettungsdienst

Das Szenario:

Folgende Themenfelder wurden behandelt: – Zusammenprall PKW mit 3 Verletzten (eingeklemmte Personen) und Regionalbahn an einem Bahnübergang, – Ereignis mit Eisenbahnfahrzeugen des Güterverkehrs und Ladungs- Gefahrgutaustritt (Kesselwagen aufgerissen mit Austritt Salpetersäure (UN2031), – Rettung von eingeschlossenen Personen in Eisenbahnfahrzeugen mit Personenbeförderung (43 verletzte Personen, davon 15 schwerstverletzt, welche sich nicht selbst befreien können)

Schwerpunkte der Übung:

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf folgende Maßnahmen: Menschenrettung: Befreiung eingeklemmter Personen aus dem PKW- Wrack bzw. Zug mittels schweren hydraulischen Rettungsgeräts. Gefahrstoffaustritt: Identifizierung des Gefahrstoffes, Leckage Abdichtung, Umweltschutzmaßnahmen und Dekontamination Medizinische Versorgung: Einrichtung einer Verletztensammelstelle und Versorgung der Verletzten (dargestellt durch realistische Verletztendarsteller). Unfallursachenermittlung: Ermittlungen der Bundes- und Landespolizeikräfte in Form einer Stabsübung Kommunikation: Koordination zwischen den verschiedenen Einheiten und der Einsatzleitung.

Positives Fazit:

Insgesamt waren bis zu ca. 300 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. „Die Übung hat gezeigt, dass die Verzahnung zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst, Bundes- und Landespolizei und der Deutschen Bahn im Ernstfall funktioniert“, resümiert Herr Burgas, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Landhagen, zugleich Übungsleiter. Erste Erkenntnisse fließen bereits in die Fortschreibung der Einsatzpläne ein. Die abschließende Auswertung mit allen beteiligten Behörden und Organisationen erfolgt am 15.04.2026 bei der Berufsfeuerwehr in Greifswald.

Die Übung endete um 13:00 Uhr und hatte keine Auswirkungen auf den realen Bahnverkehr, da sie auf einem gesperrten Gleisabschnitt stattfand. Für die Dauer der Übung kam es im Bereich der B 109 zu kleineren Verkehrseinschränkungen, u.a. der Geschwindigkeit.

Im Auftrag

Herr Burgas

Leitender Verwaltungsbeamter Amt Landhagen

Bundespolizeiinspektion Pasewalk

Igor Weber Polizeihauptkommissar

Polizeiinspektion Anklam

Ben Tuschy Polizeioberkommissar

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel gab es 334, was 0,6% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199, was 88,42% entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). 57 Menschen verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben, 1.105 wurden schwer verletzt und 5.095 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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