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Landkreis Vorpommern-Greifswald: Versuchtes Tötungsdelikt in Wolgast

Ein 57-jähriger Mann wurde in seiner Wohnung angegriffen, der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Foto: Depositphotos

Wolgast (ost)

In der Nacht von Montag auf Dienstag (27.01.2026) gegen Mitternacht wurde die Polizei über die Integrierte Rettungsleitstelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald über einen vermuteten Messerangriff in Wolgast informiert. Bei der Ankunft der Polizeibeamten konnten sie einen 57-jährigen deutschen Mann in seiner Wohnung antreffen.

Er hatte eine schwere Verletzung am Hals, war jedoch bei Bewusstsein. Der Geschädigte gab an, von einem Bekannten, der unmittelbar nachdem er an seiner Wohnungstür geklingelt hatte und der 57-Jährige ihm geöffnet hatte, in den Hals gestochen worden zu sein. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Im Rahmen der Nahbereichsfahndung konnte die Polizei einen 35-jährigen Deutschen ausfindig machen. Aufgrund der Befragungen bestand der Verdacht auf Drogenkonsum, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde. Der Tatverdächtige wurde dann im Polizeihauptrevier Greifswald in Gewahrsam genommen.

Heute wurde der 35-Jährige dem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag gemäß § 212 StGB erlassen. Die Polizeibeamten brachten den Mann nach der Vorführung in Untersuchungshaft in die JVA Stralsund, wo er sich derzeit befindet. Nach Informationen der Polizei schwebt der Geschädigte nicht mehr in Lebensgefahr.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen können derzeit keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Mordraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, von denen 36 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 34, darunter 30 Männer, 4 Frauen und 6 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 23, wobei alle Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 26 Verdächtige, davon 23 Männer, 3 Frauen und 5 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland, nämlich 470.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 39 23
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36 23
Anzahl der Verdächtigen 34 26
Anzahl der männlichen Verdächtigen 30 23
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4 3
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6 5

Quelle: Bundeskriminalamt

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