Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Landkreis Vorpommern-Greifswald: Warnung vor Taschendiebstählen in Supermärkten

In den Landkreisen Mecklenburgischen Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen häufen sich Diebstähle. Im ersten Halbjahr 2024 wurden über 80 Fälle gemeldet, doppelt so viele wie im Vorjahr.

Foto: Depositphotos

Neubrandenburg (ost)

Wer ist nicht damit vertraut? Kurz vor der Kasse im Supermarkt bemerkt man, dass etwas fehlt und eilt schnell los. Der Einkaufskorb? Nur für einen kurzen Moment unbeaufsichtigt – eine Gelegenheit für Diebe.

In den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen passiert dies mittlerweile mehrmals pro Woche. Im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg wurden im ersten Halbjahr 2024 über 80 solcher Diebstähle gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im Monat Juni sogar doppelt so viele Anzeigen wie im Juni 2023.

Die Verdächtigen sind selten bekannt. Die Täter handeln oft zurückhaltend, treten manchmal auch als Paar auf und wirken dadurch unauffälliger. Die Vorgehensweise ist meist gleich. Die hauptsächlich älteren Opfer lassen ihre Handtasche mit Geldbörse kurz unbeaufsichtigt im Einkaufswagen, und kurz darauf sind Bargeld, EC-Karten und weitere Ausweispapiere verschwunden.

Zeugenbeobachtungen oder Täterbeschreibungen fehlen meist, und somit sind die Wertgegenstände weg. Die Polizei appelliert daher erneut vor allem an ältere Menschen, stets auf Taschen und Geldbörsen zu achten. Tragen Sie Ihre Wertgegenstände immer, auch beim Einkaufen, nah am Körper. Lassen Sie Ihre Handtasche niemals unbeaufsichtigt im Einkaufswagen, auch nicht für einen kurzen Moment. Seien Sie besonders aufmerksam, wenn Sie jemand nach einem Produkt fragt oder ob Sie es für ihn suchen könnten. Das gilt auch für Anfragen zum Geldwechsel. Seien Sie auch hier wachsam und behalten Sie Ihre Geldbörse immer bei sich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022

Die Taschendiebstahlraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2021 und 2022 leicht an. Im Jahr 2021 wurden 505 Fälle gemeldet, während es im Jahr 2022 bereits 542 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank jedoch von 40 im Jahr 2021 auf 35 im Jahr 2022. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls von 44 im Jahr 2021 auf 39 im Jahr 2022 zurück. Davon waren 29 männliche Verdächtige und 10 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank von 26 im Jahr 2021 auf 14 im Jahr 2022. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 37.321 Fällen die höchste Anzahl an gemeldeten Taschendiebstählen in Deutschland.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 505 542
Anzahl der aufgeklärten Fälle 40 35
Anzahl der Verdächtigen 44 39
Anzahl der männlichen Verdächtigen 29 29
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 15 10
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 26 14

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24