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Lankow: Unfallfluchten in Schwerin – Seniorin schwer verletzt

Die Polizei ermittelt in zwei Fällen von Verkehrsunfallflucht in Schwerin. Eine 85-jährige Fußgängerin wurde schwer verletzt, die Täter sind auf der Flucht.

Foto: Depositphotos

Schwerin (ost)

Die Polizei ermittelt derzeit in zwei Fällen von Fahrerflucht in Schwerin. Während eine 85-jährige Fußgängerin in einem Fall schwer verletzt wurde, laufen die Untersuchungen nach einem anderen Unfall noch, um die Identität der flüchtigen Beteiligten und die mögliche Gefährdung im Straßenverkehr festzustellen.

Am Donnerstag, dem 11. Juni 2026, ereignete sich gegen 13:40 Uhr in der Schelfstadt ein Verkehrsunfall, bei dem eine 85-jährige Schwerinerin verletzt wurde. Laut bisherigen Informationen bog die Fahrerin eines VW Golf Cabrio von der Schliemannstraße nach rechts in die Puschkinstraße ab und überfuhr dabei den Fuß einer 85-jährigen Fußgängerin. Anschließend setzte die Fahrerin ihre Fahrt fort, ohne zu helfen. Der Vorfall wurde erst am Abend des folgenden Tages gemeldet. Die Polizei organisierte sofort die medizinische Versorgung der Frau. Sie wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und wird dort stationär behandelt.

Die Fahrerin, deren Identität noch unbekannt ist, wird als Frau mit einem Zopf beschrieben. Der dunkle VW Golf Cabrio hatte ein Kennzeichen mit dem Anfangsbuchstaben „LUP“. Die Polizei bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Informationen zur Fahrerin oder dem beteiligten Fahrzeug haben, sich beim Polizeihauptrevier Schwerin unter der Telefonnummer 0385 5180-3004 zu melden.

Auch im zweiten Fall von Fahrerflucht, der sich am Freitagabend ereignete, laufen die Untersuchungen. Gegen 21:05 Uhr verlor der Fahrer eines blauen Ford Mondeo an der Abfahrt Lankow der B104 die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einer Schutzplanke. Danach verließen sowohl der Fahrer als auch sein Beifahrer den Unfallort zu Fuß und flüchteten über eine angrenzende Grünfläche in Richtung Friedrichsthal / Neumühler See. Dank des schnellen und umsichtigen Handelns mehrerer Zeugen wurde die Polizei sofort informiert. Zudem machten sie Fotos der flüchtenden Personen, die nun Teil der weiteren Ermittlungen sind.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der blaue Ford Mondeo bereits vor dem Unfall mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Umgehungsstraße unterwegs. Außerdem stellte sich heraus, dass das Fahrzeug nicht zugelassen war. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und wird nun untersucht. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Gefährdung im Straßenverkehr, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Die Auswertung der gesicherten Spuren und des vorhandenen Bildmaterials dauert an.

Personen, die Informationen zur Fahrweise des blauen Ford Mondeo geben können oder durch das Fahrzeug möglicherweise gefährdet wurden, werden ebenfalls gebeten, sich beim Polizeihauptrevier Schwerin unter der Telefonnummer 0385 5180-3004 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Tote, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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