Die Polizei konnte einen 21-jährigen Deutschen in Rostock wegen Betruges auf frischer Tat stellen. Der Geschädigte kaufte ein vermeintlich hochwertiges Handy, erhielt aber nur ein nicht funktionsfähiges Plagiat.
Lichtenhagen: Betrug mit falschem Telefon – Tatverdächtiger in Rostock gestellt

Rostock (ost)
Nachdem am Sonntagabend in Lichtenhagen ein 21-jähriger Deutscher von der Polizei wegen Betrugs auf frischer Tat gestellt wurde, ermittelt nun die Kriminalpolizei in Rostock.
Ein Geschädigter hatte zuvor die Polizei kontaktiert und einen Betrug gemeldet, bei dem er über eine Online-Verkaufsplattform ein angeblich hochpreisiges Handy erworben hatte. Bei der Übergabe stellte sich heraus, dass es sich nicht um das versprochene I-Phone handelte, sondern um ein defektes Plagiat.
Während der Anzeigenaufnahme bot der Verdächtige erneut ein Handy im Internet zum Verkauf an. Die Lebensgefährtin des Geschädigten ging auf das Angebot ein und verabredete sich mit dem Verkäufer. Bei der Übergabe konnten jedoch nicht nur sie, sondern auch Beamte der Kriminalpolizei den Tatverdächtigen stellen und eine Strafanzeige erstatten. Ein weiteres Plagiat wurde bei dem 21-jährigen Verdächtigen sichergestellt.
Die Polizei warnt vor der bekannten Betrugsmasche mit Handy-Fälschungen. Im Internet werden oft hochwertige Smartphones zu niedrigen Preisen angeboten. Bei der Übergabe erhalten die Käufer jedoch statt des versprochenen Geräts nur minderwertige Plagiate.
Deshalb empfiehlt die Polizei:
Informieren Sie sich vor dem Kauf über die Echtheitsmerkmale des Smartphones und überprüfen Sie diese vor Ort. Schalten Sie das Gerät in Anwesenheit des Verkäufers ein und testen Sie die Funktionen. Wenn der Verkäufer dies verweigert, brechen Sie den Kauf ab. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und prüfen Sie auch die Echtheit der Rechnung genau.
Seien Sie besonders vorsichtig bei zu günstigen Angeboten.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2021 und 2022 zeigen einen Rückgang. Im Jahr 2021 wurden 1715 Fälle von Cyberkriminalität registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 919 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 481 auf 382 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 427 auf 328, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 276 auf 209 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 151 auf 119 abnahm. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen ging von 62 auf 40 zurück. Im Vergleich dazu verzeichnet Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl von registrierten Fällen von Cyberkriminalität in Deutschland mit 29667 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.715 | 919 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 481 | 382 |
| Anzahl der Verdächtigen | 427 | 328 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 276 | 209 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 151 | 119 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 62 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








