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Love Scamming: 60-Jährige überweist über 300.000 Euro

Ein weiterer Fall von Love Scamming wurde gemeldet, bei dem eine Frau über 300.000 Euro an einen vermeintlichen Unternehmer überwies.

Foto: unsplash

Anklam (ost)

Am Mittwoch (08.01.2025) wurde der Polizei erneut ein Fall von sogenanntem Romance Scam gemeldet. Bei dieser modernen Betrugsmasche nehmen die Täter meist über soziale Netzwerke oder Online-Dating-Seiten Kontakt zu alleinstehenden Personen auf und versuchen, eine oft romantische Beziehung aufzubauen. Das Ziel dieser Betrüger ist es, durch das Vorspielen von freundschaftlichen oder romantischen Gefühlen die andere Person emotional so zu manipulieren, dass sie letztendlich Geld überweist. Sobald der Betrug aufgedeckt wird oder die Zahlungen ausbleiben, brechen die Täter den Kontakt ab. In den meisten Fällen handeln die Betrüger aus dem Ausland.

Im Fall der 60-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald wurde der Kontakt über eine Online-Dating-Seite hergestellt. Hier gab sich der bisher unbekannte Verdächtige als angeblicher Geschäftsmann aus, der finanzielle Unterstützung für die Löhne seiner Mitarbeiter und angebliche Steuerforderungen benötigte. Zwischen Oktober 2024 und Anfang Januar 2025 soll die Geschädigte mit dem Verdächtigen in Verbindung gestanden haben. Dabei überwies sie mehrmals Geldbeträge auf verschiedene ausländische Konten. Insgesamt entstand der 60-Jährigen ein finanzieller Schaden von über 300.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

Generell empfiehlt die Polizei, kein Geld an Personen zu überweisen oder auf andere Forderungen einzugehen, die man nicht persönlich kennt oder gesehen hat. Gerade im Internet nutzen Betrüger die Naivität ihrer Mitmenschen aus. Wenn Sie online um Geld gebeten werden, seien Sie skeptisch und hinterfragen Sie die Forderung genau. Teilen Sie sich Familienmitgliedern oder Freunden mit und kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei. Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, empfehlen wir Ihnen, alle Chatverläufe, E-Mails und Ähnliches zu sichern und bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, von denen 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, von denen 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und erneut 40 nicht-deutsche Verdächtige beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 mit 22.125 Fällen die meisten registrierten Cyberkriminalitätsfälle in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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