Betrüger sperrten den PC-Zugang eines Opfers und verlangten Lösegeld in Form von Google Pay Karten im Wert von 4.000 Euro. Die Polizei empfiehlt Virenschutzprogramme gegen Phishing-Mails und Spam.
Lübz: Computer-Zugang gesperrt, Lösegeld gefordert

Lübz (ost)
Nachdem Unbekannte am Mittwoch den Zugang zum Computer eines Opfers aus Lübz blockiert hatten, verlangten sie ein Lösegeld, um den Computer wieder freizugeben. Nach bisherigen Informationen haben die Betrüger wahrscheinlich die Daten auf dem Computer der Privatperson mit „Ransomware“ verschlüsselt. Danach wurde der über 50-jährige Mann aufgefordert, Google Pay Karten im Wert von ungefähr 4.000 Euro zu kaufen. Um die Verschlüsselung seiner Daten aufzuheben, kaufte der Mann die entsprechenden Karten und übermittelte die Codes in einem Chat an die Betrüger. Die Polizei, die erst später informiert wurde, ermittelt nun wegen Computerbetrugs gegen die Täter.
Zusätzlich empfiehlt die Polizei, aktuelle Virenschutzprogramme auf dem Computer sowie den mobilen Endgeräten zu installieren. Die größte Bedrohung geht von „Phishing-Mails“ oder Spam aus, bei denen schädliche Anhänge, Dokumente und Links versendet werden.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, von denen 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, wobei 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und wiederum 40 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








