Ein betrunkener Fahrer verursachte einen Unfall mit mehreren Verletzten. Eine Frau und ein Kind wurden schwer verletzt, weitere Insassen leicht.
Lüssow: Alkoholisierter Fahrzeugführer verursacht schwerwiegenden Verkehrsunfall

Güstrow/Landkreis Rostock (ost)
Am Abend von Mittwoch ereignete sich gegen 18:30 Uhr in der Nähe von Lüssow bei Güstrow ein schwerwiegender Verkehrsunfall. Gemäß den vorliegenden Informationen der Polizei fuhr eine 42-jährige Frau mit ihrem Hyundai auf der L14 von Strenz kommend in Richtung Lüssow. Etwa 200 Meter vor dem Ortseingang Lüssow sah die Fahrerin einen Radfahrer, der nach einem Sturz im rechten Straßengraben lag. Um dem 74 Jahre alten Mann zu helfen, hielt sie am rechten Fahrbahnrand an und schaltete das Warnblinklicht ein.
Zur gleichen Zeit fuhr ein 32-jähriger Georgier mit seinem VW auf der L14 im Nachfolgeverkehr, übersah den haltenden Hyundai und kollidierte damit. Durch den Zusammenstoß wurden die 42-jährige Frau schwer und ihr 9-jähriger Sohn, der sich ebenfalls im Fahrzeug befand, leicht verletzt.
Außerdem wurden der 32-jährige Unfallverursacher, seine 34-jährige Beifahrerin und drei Kleinkinder im Alter von 5 Monaten, 3 und 6 Jahren leicht verletzt.
Aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen musste die 42-jährige Frau mit einem Rettungshubschrauber in eine Rostocker Klinik gebracht werden. Alle anderen Verletzten wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser in Güstrow und Rostock gebracht.
Der Radfahrer erlitt durch seinen vorherigen Sturz leichte Verletzungen und wurde in das KMG Klinikum in Güstrow gebracht.
Während der Unfallaufnahme stellten die Polizisten fest, dass der Unfallverursacher unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stand. Der 32-jährige hatte einen Atemalkoholwert von 1,86 Promille. Eine Beeinflussung durch weitere Substanzen konnte vor Ort nicht ausgeschlossen werden. Daher wurde eine Blutprobe bei dem Georgier entnommen. Außerdem besaß der Mann keine erforderliche Fahrerlaubnis.
Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger der DEKRA zum Unfallort gerufen.
Beide Fahrzeuge wurden durch den Zusammenstoß so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrtüchtig waren und abgeschleppt werden mussten. Die L14 war in diesem Bereich während der polizeilichen Maßnahmen teilweise gesperrt. Gegen 22 Uhr konnte die Straße wieder vollständig freigegeben werden. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.
Falls bisher nicht erwähnt, waren die Insassen des VW georgische Staatsbürger. Alle anderen Unfallbeteiligten waren Deutsche.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden betrafen 1.228 Fälle (2,21%). Unfälle, bei denen berauschende Mittel im Spiel waren, gab es 334 (0,6%). Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 (88,42%). Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








