Die Polizei begleitete drei angemeldete Versammlungen und eine Spontanversammlung, um ein störungsfreies und friedliches Ereignis zu gewährleisten.
Marktgemeinde: Polizeieinsatz in Greifswald am 23.08.2026

Greifswald (ost)
Am Sonntag, dem 23.08.2026 führte das Polizeihauptrevier Greifswald von 12:00 bis 18:00 Uhr einen Polizeieinsatz zur Sicherung mehrerer Versammlungen in der Innenstadt von Greifswald durch.
Insgesamt wurden während des Einsatzes drei angemeldete Versammlungen und eine spontane Versammlung begleitet. Die polizeilichen Maßnahmen zielten darauf ab, das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu gewährleisten und einen störungsfreien und friedlichen Ablauf für alle Teilnehmenden sicherzustellen.
Bei der ersten Versammlung um 12:00 Uhr versammelten sich etwa 50 Personen am Greifswalder Fischmarkt, um den 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine zu feiern. Die Versammlung verlief aus Sicht der Polizei friedlich und kooperativ und zog anschließend in einem Aufzug über die Lange Straße und die Wallanlagen zurück zum Fischmarkt.
Um 15:00 Uhr fand eine weitere angemeldete Veranstaltung auf dem Markt statt, an der zeitweise etwa 600 Personen teilnahmen.
Bereits um 14:00 Uhr begann eine als Gegenversammlung zum Markt angemeldete Versammlung, an der zeitweise ca. 200 Personen teilnahmen.
Nach dem Ende der Gegenversammlung um 15:00 Uhr bewegten sich ehemalige Teilnehmende in Richtung des Marktes. Um Konfrontationen zwischen den verschiedenen Gruppen zu vermeiden, errichteten die Polizeikräfte eine Polizeikette und eine Fahrzeugsperre.
Im Sinne einer versammlungsfreundlichen Linie erlaubte die Polizei dieser Gruppe von bis zu 120 Personen nach Lautsprecherdurchsagen und in Absprache mit den Verantwortlichen vor Ort eine Spontanversammlung unter bestimmten Auflagen.
Gegen 16:00 Uhr wurde eine Einzelperson, eine 37-jährige Deutsche, wegen wiederholter Verstöße gegen die Versammlungsauflagen von der Spontanversammlung ausgeschlossen und erhielt einen Platzverweis. Da die Person dem Platzverweis nicht folgte, griffen Polizeibeamte unter Anwendung unmittelbaren Zwangs ein. Aufgrund ihres unkooperativen Verhaltens wurde die 37-Jährige zur Verhinderung weiterer Störungen in Gewahrsam genommen und nach Beendigung der Versammlungslage wieder entlassen. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Zusätzlich zu diesen Ermittlungsverfahren wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Straßen- und Wegegesetz M-V im Zusammenhang mit unerlaubter Plakatierung im Marktgebiet gegen Unbekannt erstattet.
Insgesamt kann die Polizei ein positives Fazit zur Gesamtsituation des Einsatzes ziehen. Der Großteil der Versammlungen verlief friedlich. Durch das Eingreifen der Polizeikräfte vor Ort konnte ein störungsfreier Ablauf der Versammlungen in der Greifswalder Innenstadt zu jeder Zeit gewährleistet werden.
Quelle: Presseportal








