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Mehrere Investmentbetrüge im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg

Investmentbetrüger nutzen soziale Medien und Messenger-Dienste, um gutgläubige Opfer anzulocken. Immer mehr Menschen fallen auf angeblich sichere Investmentangebote herein.

Foto: unsplash

Vorpommern-Greifswald/ Vorpommern-Rügen (ost)

In dieser Woche wurden erneut mehrere Betrugsfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg gemeldet. Es zeigt sich erneut, dass Investmentanzeigen ein beliebtes Mittel der Täter sind, um potenzielle Opfer anzulocken.

Ein 47-jähriger Deutscher aus Ostvorpommern verlor 53.500 Euro, nachdem er auf eine seriös aussehende Investmentanzeige bei TikTok hereingefallen war. Nachdem er die Anzeige angeklickt hatte, wurde er in einen Chat weitergeleitet und in eine Gruppe aufgenommen. Er lud eine App herunter und es wurde extra für ihn ein ausländisches Konto eröffnet, auf das er sein Geld einzahlen sollte. Obwohl er zunächst nur einen kleinen Betrag überwies, zahlte er kurz darauf auch größere Summen ein. Als er sein Geld mehrmals zurückforderte und nicht erhielt, brach der Kontakt im Oktober ab und der 47-Jährige wandte sich an die Polizei.

Auch ein 54-jähriger Mann aus dem Recknitztal wurde von Betrügern getäuscht. Er meldete sich über ein Kontaktformular auf einer Website an, um mehr über Kryptowährungen zu erfahren. Nach der Anmeldung wurde er von einer angeblichen Mitarbeiterin kontaktiert und es wurde ein „Handelskonto“ für ihn eröffnet. Zuerst zahlte der Deutsche einen kleinen Betrag auf das Konto ein. Einige Tage später wurden ihm angebliche Gewinne präsentiert, die bisher erzielt wurden. Daraufhin eröffnete der Geschädigte gemeinsam mit einer vermeintlichen Mitarbeiterin mehrere Kredite bei verschiedenen Banken und erlangte so 70.000 Euro. Diese Summe überwies er dann auf verschiedene ausländische Konten in der Hoffnung, weitere Gewinne zu erzielen. Als dies ausblieb und er Verdacht schöpfte, erstattete er Anzeige.

Auch ein Ehepaar aus dem Stralsunder Umland wurde durch eine Internetanzeige Opfer von Betrügern. Das Paar im Alter von 66 und 67 Jahren sah eine vielversprechende Anzeige für Festgeldanlagen zu guten Zinssätzen auf einer Website. Nachdem sie Kontakt zu Mitarbeitern einer angeblichen Firma aufgenommen hatten, die die Anzeige schaltete, überwiesen sie insgesamt etwa 240.000 Euro auf mehrere Konten einer deutschen Bank.

In allen Fällen wird nun wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs ermittelt.

Immer öfter nutzen Betrüger soziale Medien und Messenger-Dienste wie WhatsApp, um gutgläubige Menschen mit angeblich sicheren Investmentangeboten anzulocken. Die Täter wirken dabei professionell und geben sich oft als Berater mit angeblichen Kontakten zu Krypto-Börsen oder Finanzunternehmen aus.

Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber Geldanlageangeboten in Chatgruppen oder von unbekannten Kontakten. Überweisen Sie niemals Geld an Personen, die Sie nur digital kennen. Recherchieren Sie selbstständig zu Plattformen, bevor Sie investieren. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrer Hausbank. Haben Sie keine Scheu und wenden Sie sich bei Verdachtsmomenten an die nächste Polizeidienststelle.

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der registrierten Fälle auf 818, wobei 409 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg jedoch auf 394, mit 244 Männern, 150 Frauen und 40 Nicht-Deutschen. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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