Feuerwehr verhindert Schlimmeres: Küchenbrand durch vergessenen Herd verursacht, 300.000€ Sachschaden entstanden.
Neubrandenburg: Brand in Mehrfamilienhaus in Waren(Müritz) – Hoher Sachschaden

Waren (Müritz) (ost)
Der Polizeieinsatzzentrale wurde am 21.02.2024 um 21:42 Uhr ein Wohnungsbrand in der Hafenstraße in Waren gemeldet. Die Freiwillige Feuerwehr Waren und Beamte des Polizeihauptreviers Waren eilten zum Brandort, einem Wohnhaus mit drei Mietparteien auf drei Etagen. Als die Polizisten um 21:47 Uhr ankamen, drang dichter Rauch aus der Wohnung im ersten Stock und breitete sich im gesamten Gebäude aus. Kurz darauf waren Flammen in dieser Wohnung sichtbar. Der Mieter der Wohnung und die Mieter der Erdgeschosswohnung wurden von den Polizisten aus dem Gefahrenbereich gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob sich noch der Mieter des Dachgeschosses dort befand. Die Feuerwehrkameraden öffneten die Dachgeschosswohnung, fanden aber glücklicherweise keine Personen darin. Gleichzeitig wurden die sieben Bewohner der benachbarten Häuser von den Polizisten evakuiert, da ein Übergreifen des Feuers auf diese nicht ausgeschlossen werden konnte.
Dank des schnellen und professionellen Handelns der Feuerwehrkameraden konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und schließlich um 22:55 Uhr gelöscht werden. Ein Übergreifen des Feuers auf andere Wohnungen oder die angrenzenden Häuser konnte somit verhindert werden. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mieter der betroffenen Wohnung, ein 29-jähriger syrischer Staatsangehöriger, Essen in seiner Küche gekocht, jedoch vergessen, den Herd auszuschalten und die Kochutensilien zu entfernen. Dadurch geriet die Küche und anschließend die Wohnung in Brand.
Die Dachgeschosswohnung und die Erdgeschosswohnung wurden durch die Löscharbeiten beschädigt. Alle drei Wohnungen sind derzeit unbewohnbar. Die Mieter fanden vorübergehend bei Verwandten oder Bekannten Unterschlupf. Der Sachschaden wird auf ca. 300.000 Euro geschätzt. Personen wurden durch den Brand nicht verletzt. Während der Löscharbeiten der 42 Feuerwehrkameraden musste die Strandstraße in Waren für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Neben Polizei und Feuerwehr, die mit 7 Fahrzeugen vor Ort waren, war auch ein RTW-Team im Einsatz.
Die Polizei Waren hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung eingeleitet. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurde der Brandort beschlagnahmt und der Einsatz eines Brandursachenermittlers am 22.02.2024 geprüft.
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