Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern beginnt verstärkte Verkehrskontrollen, um Alkohol- und Drogenkonsum am Steuer zu bekämpfen. Im Jahr 2024 gab es keinen tödlichen Unfall durch Drogenkonsum auf den Straßen des Bundeslandes.
Neubrandenburg: Dezemberkontrollen starten

Neubrandenburg/Rostock (ost)
Im Dezember gibt es Weihnachtsmärkte, und neben verschiedenen Leckereien wie Mutzen und Bratwurst gehört für viele auch der Glühwein zur traditionellen Adventszeit.
Dennoch ist der Konsum nicht ungefährlich, denn wenn danach ein Auto, ein E-Roller oder ein anderes motorisiertes Fahrzeug gefahren wird, kann die Besinnlichkeit schnell vorbei sein: Fahren unter Alkoholeinfluss war auch im letzten Jahr eine der vier häufigsten Unfallursachen. Dabei kam eine Person aufgrund von Alkohol am Steuer ums Leben. Deshalb werden Polizeibeamte der Präsidien Rostock und Neubrandenburg ab heute verstärkt spezielle Verkehrskontrollen im Rahmen der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ durchführen.
Obwohl die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss leicht gesunken ist (2024: 744; 2023: 772), sind die Unfälle unter Drogeneinfluss leicht gestiegen. Die gute Nachricht: Im Jahr 2024 kam in Mecklenburg-Vorpommern niemand aufgrund von Drogenkonsum ums Leben (2023: 2).
Zur Information: Bei Radfahrern liegt die geltende Promillegrenze bei 1,6 – ab diesem Wert ist man absolut fahruntüchtig und begeht eine Straftat. Aber Vorsicht! Bereits ab einem Wert von 0,3 Promille, sobald Ausfallerscheinungen auftreten, wie z.B. das Fahren in Schlangenlinien, ist es strafbar. Bei E-Scootern sind die Grenzen noch strenger: Hier gilt derselbe Wert wie für Autofahrer (0,5 Promille). Fahranfänger haben während der Probezeit sogar ein striktes Alkoholverbot.
Beim Konsum von Cannabis gilt für Fahranfänger, Personen bis 21 Jahre oder Personen in der Probezeit ein absolutes Cannabisverbot. Für alle anderen gilt ein Verbot des Mischkonsums von Cannabis mit Alkohol. Der gesetzliche Grenzwert für THC liegt nach einer Gesetzesänderung aus diesem Jahr bei 3,5ng/ml im Blutserum.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 7972 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 7758 auf 7575. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 6598 auf 6573 zurück, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 5585 höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 988. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 713 auf 875. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








