Ein älterer Autofahrer gibt seinen Führerschein freiwillig ab, nachdem bei einer Verkehrskontrolle Zweifel an seiner Fahrtüchtigkeit aufgekommen sind.
Neubrandenburg: Führerschein abgegeben nach Kontrolle

Neubrandenburg (ost)
Während einer Patrouille bemerkten Polizeibeamte in der Neubrandenburger Oststadt vor einigen Tagen einen Autofahrer, der eine rote Ampel überfuhr, obwohl sie nicht gerade erst auf rot umgesprungen war. Sie stoppten das Fahrzeug und planten zunächst eine “normale” Verkehrskontrolle durchzuführen.
Während der Überprüfung entstand der Verdacht, dass der 78-jährige Fahrer möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, ein Auto sicher zu führen und angemessen im Verkehr zu reagieren.
Im Rahmen der Kontrolle wurde der ältere Fahrer von einem speziell geschulten Polizisten auf seine Fahrtüchtigkeit überprüft. Dieser Prozess wird als standardisierter Fahrtüchtigkeitstest (SFT) bezeichnet. Er soll unter anderem Fahrern frühzeitig zeigen, dass sie nicht mehr fahrtüchtig sind, bevor es zu einem schweren Unfall kommt.
Im Gegensatz zu offensichtlichen Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit durch Alkohol oder Drogenkonsum können auch viele andere – versteckte – Faktoren eine Rolle spielen, wenn es um Unfälle oder mangelnde Fahrtüchtigkeit geht, wie zum Beispiel Krankheiten, die Einnahme von Medikamenten oder andere gesundheitliche Probleme.
Bei dieser speziellen Überprüfung liegt der Fokus jedoch nicht ausschließlich auf älteren Fahrern, da der Test unabhängig vom Alter ist. Es gibt nicht nur altersbedingte Gründe, warum jemand derzeit oder gar nicht mehr fahrtüchtig ist, sondern auch Wechselwirkungen mit Medikamenten oder die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit durch verschiedene berauschende Substanzen.
Der kontrollierte Mann entschied sich dazu, seinen Führerschein freiwillig bei der Kontrolle abzugeben. Durch die Erklärungen und Tests der Beamten wurde ihm bewusst, was er bereits vermutet hatte: Er fühlt sich nicht mehr sicher genug hinter dem Steuer.
Zum Schluss bedankte er sich bei den Polizisten für ihre Sensibilität und die offene Kommunikation zu einem Thema, das für beide Seiten nie ganz einfach ist.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, wovon 7758 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 6598, wobei 5556 männliche und 1042 weibliche Verdächtige waren. 2023 wurden 7972 Fälle registriert, von denen 7575 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 6573, wobei 5585 männliche und 988 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 713 im Jahr 2022 auf 875 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden betrafen 1.228 Fälle (2,21%). Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert (0,6%). Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 (88,42%). Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








