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Neubrandenburg: Geldanlage als Betrug entlarvt

Ein 60-jähriger Deutscher verlor fast 200.000 Euro bei einer vermeintlichen Geldanlage. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Computerbetrugs.

Foto: unsplash

Neubrandenburg (ost)

Er plante für die Zukunft vor, jedoch endete er damit, seine Ersparnisse zu verlieren. Ein 60-jähriger Deutscher aus einer Kleinstadt am Fleesensee musste dies in den vergangenen Wochen erleben. Mitte Dezember 2024 suchte er online nach einer Möglichkeit, Geld anzulegen und stieß auf ein passendes Angebot auf einem angesehenen Vergleichsportal für Geldanlagen. Er kommunizierte per E-Mail mit einem vermeintlichen Mitarbeiter des Portals. Daraufhin unterzeichnete er einen Vertrag zur Eröffnung eines Festgeldkontos. Anschließend überwies er zweimal hohe Geldbeträge und erhielt entsprechende Bestätigungen. Die Beträge wurden angeblich bei verschiedenen Banken hinterlegt. Der Betroffene stellte später fest, dass er keinen Zugriff auf die angegebenen Konten hatte. Eine Anfrage beim Vergleichsportal ergab, dass weder die Konten noch der Mitarbeiter, mit dem er kommuniziert hatte, bekannt waren. Am Ende entstand ein Schaden von fast 200.000 Euro, den der 60-Jährige nun zur Anzeige gebracht hat. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Computerbetrugs.

In solchen Situationen empfiehlt die Polizei, Anlageangebote immer sorgfältig und in Ruhe zu prüfen. Lesen Sie unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters. Manche Betrüger kopieren Webseiten, die dem Original sehr ähnlich sehen und auf den ersten Blick seriös wirken. Oft erkennt man den Betrug erst durch genaue Prüfung oder Nachfragen. Fragen Sie beispielsweise nach der Absicherung Ihrer Investition oder lassen Sie sich von den Experten der Verbraucherzentrale beraten.

Und das Wichtigste: Schämen Sie sich nicht, wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Melden Sie es stattdessen sofort der Polizei. Die Tricks und Methoden des Onlinebetrugs sind mittlerweile so vielfältig und professionell, dass es wirklich jedem passieren kann. Bewahren Sie im Falle eines Betrugs alle Daten, Belege und die Kommunikation mit dem Anbieter auf und erstatten Sie dann Anzeige.

Quelle: Presseportal

nf24