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Neubrandenburg: Intensivtäter in U-Haft

Ein 18-jähriger Intensivtäter aus Sierra Leone wurde nach einer Gewaltattacke in Untersuchungshaft genommen. Er hat gestern Abend einen räuberischen Diebstahl begangen und dabei einen Sachschaden von etwa 400 Euro verursacht.

Foto: Depositphotos

Neubrandenburg (ost)

Ein 18-jähriger Krimineller aus Sierra Leone wurde heute Nachmittag einem Richter vorgeführt. Dieser hat den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl erlassen. Der Mann wird nun in Untersuchungshaft genommen.

Gestern Abend gegen 21:50 Uhr beging er an der Bushaltestelle vor dem Rathaus einen räuberischen Diebstahl. Er hat einem 17-jährigen Deutschen, der auf einer Bank an der Haltestelle saß, zuerst die Kopfhörer weggenommen und dann weitere Elektronik gestohlen. Als der 17-Jährige seine Sachen zurückforderte, schlug ihn der Beschuldigte. Dabei wurde die Brille des Opfers beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 400 Euro.

Während eine Anzeige vor Ort von den Einsatzkräften aufgenommen wurde, meldete sich eine 17-jährige Jugendliche. Die Deutsche wurde von dem 18-Jährigen sexuell belästigt, als sie versuchte, dem Opfer des räuberischen Diebstahls zu helfen.

Der 18-Jährige wurde am Abend vorläufig festgenommen, nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft. Heute wird er in das Gefängnis gebracht.

Nur im Oktober hat er mindestens 23 Straftaten begangen, bei denen die Polizei von Neubrandenburg eingreifen musste. Im September waren es mindestens elf bekannte Fälle. Darunter sind zahlreiche Diebstähle, Widerstände gegen Polizeibeamte, Körperverletzungen und ein Hausfriedensbruch.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 540 Fälle registriert, wobei 380 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 475, wovon 436 männlich und 39 weiblich waren. 113 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 657, wobei 484 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 600, mit 556 männlichen und 44 weiblichen Verdächtigen. 189 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 540 657
Anzahl der aufgeklärten Fälle 380 484
Anzahl der Verdächtigen 475 600
Anzahl der männlichen Verdächtigen 436 556
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 39 44
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 113 189

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24