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Neubrandenburg: Polizeieinsatz in Gewahrsam

Ein 22-jähriger Rädelsführer sorgte für Unruhe und Widerstand gegen die Polizei. Zwei Beamte wurden leicht verletzt, die Gruppe erhielt Platzverweis.

Foto: Depositphotos

Neubrandenburg (ost)

Gestern Abend gab es in der Ziolkowskistraße in der Nähe eines Einkaufszentrums und eines Supermarkts einen größeren Polizeieinsatz, um eine Gruppe von etwa 20 jungen Leuten an Störungen vor Ort zu hindern. Die Polizei wurde gerufen, weil ein Teil der Gruppe auf einem Parkplatz randalierte und herumschrie. Dies wurde bestätigt.

Mehrere Polizeiwagen kamen am Einsatzort an. Die Beamten identifizierten zunächst einen 22-jährigen Deutschen als Anführer. Ihm wurde ein sofortiger Platzverweis für ein größeres Gebiet erteilt. Er ignorierte dies jedoch und beleidigte die Polizisten, lief hin und her und versuchte, andere aus der Gruppe zu animieren, mitzumachen.

Die Polizisten ließen den jungen Mann pusten. Sein Promillewert betrug 2,35.

Um die Situation zu lösen, erhielt die gesamte Gruppe einen Platzverweis. Einige wehrten sich dagegen verbal und wurden erneut von dem 22-Jährigen aufgehetzt. Der Anführer wurde zu Boden gebracht, sollte Handschellen angelegt und zur Wache gebracht werden, um weitere Störungen zu verhindern. Er wehrte sich heftig dagegen. Ein anderer Mann aus der Gruppe versuchte, einen Beamten anzugreifen, um den 22-Jährigen zu befreien. Dies konnte von den anderen Polizisten abgewehrt werden.

Bei diesen Maßnahmen wurden zwei Polizisten leicht verletzt, blieben jedoch vorerst einsatzfähig.

Die gesamte Gruppe verhielt sich weiterhin störend. Sie gingen aggressiv auf den Polizisten zu, der den 22-Jährigen festhielt. Die anderen Beamten mussten mehrere männliche und weibliche Personen immer wieder zurückdrängen. Die Drohung, das Reizstoffsprühgerät einzusetzen, führte dazu, dass sich die Gruppe zurückzog.

Der 22-Jährige wurde in einen Polizeiwagen gebracht. Ein Arzt im Krankenhaus bescheinigte die Gewahrsamstauglichkeit, so dass der junge Mann die Nacht in Polizeigewahrsam verbrachte. Gegen den Mann wird unter anderem wegen Widerstands, Beleidigung und Bedrohung ermittelt.

Während des Einsatzes rief ein 19-jähriger Deutscher aus der Gruppe neben Beleidigungen gegen die Polizisten auch verfassungsfeindliche Parolen. Gegen ihn wird daher wegen der Verwendung verfassungswidriger Symbole ermittelt.

Einige Personen aus der Gruppe sind der Polizei bereits bekannt.

Quelle: Presseportal

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