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Neubrandenburg: Raubserie aufgeklärt

Die Kriminalpolizei hat einen 30-jährigen Deutschen ermittelt, der für eine Raubserie in Neubrandenburg verantwortlich ist. Er wird verdächtigt, Frauen die Handtaschen entrissen zu haben und einen Pizzaboten überfallen zu haben.

Foto: Depositphotos

Neubrandenburg (ost)

Ein Mann, der für eine Serie von Raubüberfällen in Neubrandenburg verantwortlich sein soll, wurde gestern von der Kriminalpolizei Neubrandenburg ermittelt.

Der 30-jährige Deutsche soll seit dem 17. November in bisher fünf bekannten Fällen Frauen in den Vierteln Vogelviertel und Reitbahnviertel die Handtaschen gestohlen haben. Im letzten Fall sprühte er einem Zeugen, der ihn stoppen wollte, Reizstoff ins Gesicht (siehe PM dazu: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/6175731)

Außerdem wird er auch für den Überfall auf einen Pizzaboten (Zeugenaufruf-PM dazu: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108747/6164499) verantwortlich gemacht. Er gilt auch als Tatverdächtiger bei einem räuberischen Diebstahl am 04. Dezember in einem Einkaufsmarkt in der Demminer Straße, wo er nach einem Lebensmittel-Diebstahl einem Ladendetektiv mit Gewalt gedroht und geflohen war.

Die Polizei hat intensiv nach dem Räuber gesucht. Die Viertel, in denen die Raubüberfälle stattfanden, wurden unter anderem mit verschiedenen Mitteln überwacht. Die Kriminalpolizei hat jeden noch so kleinen Hinweis verfolgt. Schließlich konnten die Ermittler durch Videoaufnahmen – er hatte mit den Geldkarten der Opfer in verschiedenen Geschäften bezahlt – und Hinweise von Revierbeamten den polizeibekannten Mann als Tatverdächtigen identifizieren.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden die gestohlenen Gegenstände gefunden. Die Opfer der Straftaten wurden von der Polizei informiert – auch darüber, dass sie ihre Wertsachen zurückbekommen können.

Der dringend tatverdächtige 30-Jährige befindet sich derzeit in Haft – vor allem deshalb, weil bereits ein Haftbefehl gegen ihn vorlag.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 540 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 657 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 380 im Jahr 2022 auf 484 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 475 auf 600, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 436 auf 556 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 39 auf 44 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 113 auf 189. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 540 657
Anzahl der aufgeklärten Fälle 380 484
Anzahl der Verdächtigen 475 600
Anzahl der männlichen Verdächtigen 436 556
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 39 44
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 113 189

Quelle: Bundeskriminalamt

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