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Neubrandenburg/Rostock: Verkehrskontrollen im September

Ablenkung und Gurtverstöße im Fokus der Polizei. Schwerpunkt auf Sicherheit im Straßenverkehr, Auftaktkontrollen am 01. September 2026.

Foto: Depositphotos

Neubrandenburg/Rostock (ost)

Es ist nicht ratsam, während der Fahrt schnell eine Nachricht zu tippen. Denn wenn man alleine mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h im Auto nur zwei Sekunden lang eine Nachricht liest, legt man 30 Meter im Blindflug zurück. Und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, legt zehn Meter zurück, ohne die Straße im Blick zu haben.

Mangelnde Konzentration oder die Beschäftigung mit anderen Dingen können das Fahrverhalten beeinflussen und im schlimmsten Fall zu einem Unfall führen. Im vergangenen Jahr gab es in Mecklenburg-Vorpommern fast 600 solcher Verkehrsunfälle, die auf Ablenkung zurückzuführen sind. Bei fast 150 davon wurden Personen verletzt. Außerdem gab es 50 Unfälle in ganz MV, die auf die Ablenkung durch die Nutzung elektronischer Geräte zurückzuführen waren. In knapp der Hälfte davon wurden Personen verletzt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollen in diesem Monat sind Verstöße gegen das Anschnallgebot. Im Jahr 2025 konnte die Polizei im Land mehr als 3.500 Ordnungswidrigkeiten feststellen, bei denen die Fahrer nicht oder nicht korrekt angeschnallt waren. Bei den Verstößen gegen das Handyverbot waren es sogar mehr als 12.000 festgestellte Ordnungswidrigkeiten.

Deswegen ist es für die Beamtinnen und Beamten der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern im kommenden Monat wichtig, bei den themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne Fahren.Ankommen.LEBEN! den Fokus auf die Themen Reiseverkehr und Ablenkung am Steuer zu legen. Denn jeder Unfall ist einer zu viel auf dem Weg zur Vision Zero, also null Verkehrstote.

In den acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock werden daher den gesamten Monat September verstärkt stationäre und mobile Kontrollen durchgeführt. Die ersten Kontrollen finden am 01. September 2026 im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg statt.

Die Polizei appelliert erneut eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer: Vermeiden Sie Ablenkungen während der Fahrt – Ihre volle Aufmerksamkeit sollte immer dem Straßenverkehr gelten. Telefonieren Sie nur mit Freisprecheinrichtung und stellen Sie die Musik nicht zu laut ein, um Ihr Gehör nicht zu beeinträchtigen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Unfälle aus, was 2,21% entspricht. 334 Unfälle wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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