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Neubrandenburg: Schwerer Kradunfall in Demmin

Ein 47-jähriger Kradfahrer verursachte allein einen Unfall unter Alkoholeinfluss. Trotz schwerer Verletzungen versuchte er, sich von der Unfallstelle zu entfernen.

Foto: Depositphotos

PHR Demmin (ost)

Am Samstag, dem 03.08.2024, um 19:18 Uhr, fuhr ein 47-jähriger Demminer mit seinem Kawasaki-Motorrad die Deutsch Kroner Straße in Demmin entlang. Er kam von der Baumannstraße und war in Richtung Treptower Straße unterwegs. In einer Kurve nach links kam der Fahrer aufgrund wahrscheinlich nicht angepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab, überquerte einen Radweg, stürzte und landete auf der angrenzenden Wiese. Bevor die Beamten vom Polizeihauptrevier Demmin eintrafen, versuchte der offensichtlich verletzte Motorradfahrer, sich von der Unfallstelle zu entfernen. Dank Zeugenaussagen wurde der Fahrer etwa 100 Meter von der Unfallstelle entfernt von den inzwischen eingetroffenen Beamten aufgegriffen. Der Fahrer, der schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt war, wurde vor Ort medizinisch versorgt und dann ins KKH Demmin gebracht. Bei dem Fahrzeugführer konnte vor Ort ein deutlicher Alkoholgeruch in der Atemluft festgestellt werden. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 1,83 Promille. Das verunfallte Motorrad erlitt einen wirtschaftlichen Totalschaden in Höhe von 3.500 EUR. Es wurde von den Angehörigen des Verunfallten geborgen. Es entstand kein Fremdschaden.

Beim Fahrzeugführer wurde eine Blutprobe entnommen. Während der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt, das Motorrad nicht zugelassen war, aber mit einem gefälschten Kennzeichen versehen war. Als er versuchte, sich von der Unfallstelle zu entfernen, bedrohte er einen Zeugen, der ihm folgte, verbal. Ihm drohen nun Anzeigen wegen Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Bedrohung.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2022

Im Jahr 2022 gab es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 53.500 Verkehrsunfälle. Davon waren 4.913 Unfälle mit Personenschaden, was 9,18% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,3% der Gesamtzahl aus, was 1.233 Unfällen entspricht. Unter dem Einfluss berauschender Mittel ereigneten sich 288 Unfälle, was 0,54% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 87,97% oder 47.066 Unfälle. Innerorts ereigneten sich 31.178 Unfälle (58,28%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 19.742 Unfälle (36,9%) und auf Autobahnen 2.580 Unfälle (4,82%). Insgesamt gab es 83 Getötete, 1.266 Schwerverletzte und 4.983 Leichtverletzte.

2022
Verkehrsunfälle insgesamt 53.500
Unfälle mit Personenschaden 4.913
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.233
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 288
Übrige Sachschadensunfälle 47.066
Ortslage – innerorts 31.178
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 19.742
Ortslage – auf Autobahnen 2.580
Getötete 83
Schwerverletzte 1.266
Leichtverletzte 4.983

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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