Ein Betrüger täuschte eine Havarie vor, stahl Schmuck im Wert von 300 Euro und ist weiterhin auf freiem Fuß. Die Polizei warnt vor solchen Betrügern.
Neubrandenburg: Seniorin bestohlen nach Havarie-Vortäuschung

Neubrandenburg (ost)
Ein Schwindler hat gestern Mittag in der Neubrandenburger Oststadt bei einer älteren Dame geklingelt und vorgegeben, dass es in der Wohnung über ihr einen Wasserschaden gebe. Er drängte darauf, dass sie das möglicherweise kontaminierte Wasser im Badezimmer ablässt, und betrat so die Wohnung der über 80-jährigen Frau.
Während die Dame im Badezimmer war und das Wasser lief, behauptete der Mann, dass er noch in den Keller müsse, um dort das Wasser zu überprüfen. Kurz darauf stellte die Frau fest, dass der vermeintliche Handwerker ihren Schmuck im Wert von etwa 300 Euro gestohlen hatte. Es gab keinen echten Wasserschaden.
Die Beschreibung des Mannes lautet wie folgt: kräftige Statur, sehr kurze Haare, sprach akzentfrei Deutsch.
Es ist anzunehmen, dass er oder andere Betrüger mit dieser Methode – möglicherweise in abgewandelter Form – weiterhin in Neubrandenburg oder anderen Teilen des Landkreises aktiv sein werden.
Die Polizei warnt vor solchen Betrügern und bittet auch jüngere Familienmitglieder, mit ihren älteren Verwandten über diese Masche zu sprechen.
Betrüger sind äußerst einfallsreich und würden im Zweifelsfall sogar Wasser im Hausflur verschütten, um einen echten Schaden vorzutäuschen. In solchen Fällen sollten Bewohner immer zuerst den Hausmeister oder andere vertrauenswürdige Ansprechpartner kontaktieren, um zu überprüfen, ob tatsächlich ein Mitarbeiter geschickt wurde. Bitte nur bekannte Nummern anrufen und nicht die Nummer, die der vermeintliche Handwerker angibt. Diese könnte zu einem Komplizen führen.
Außerdem sollte in solchen Situationen immer ein Nachbar hinzugezogen werden, damit man nicht alleine in der Wohnung ist. Fremde Personen sollten niemals unbeaufsichtigt in der Wohnung gelassen werden, egal welche Ausrede sie haben.
Bei Unsicherheit rufen Sie bitte die Polizei unter 110 an!
Quelle: Presseportal








