Der Innenminister präsentiert die Zahlen: 8.194 Verkehrsunfälle, 734 mit Personenschaden, 7 Tote und die häufigsten Unfallursachen.
Neubrandenburg: Verkehrsunfallstatistik 2025 in Stralsund

Stralsund (ost)
Am Dienstag, dem 10. März 2026, präsentierte Innenminister Christian Pegel die vorläufigen Daten zur Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2025.
Zusätzlich veröffentlicht die Polizeiinspektion Stralsund die Verkehrsunfallbilanz des letzten Jahres in ihrem Verantwortungsbereich: Im Jahr 2025 gab es insgesamt 8.194 Verkehrsunfälle im Landkreis Vorpommern-Rügen, die von der Polizei aufgenommen wurden (Vergleich zum Vorjahr 2024: 8.406). Somit ging die Zahl der Unfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Stralsund leicht zurück. Im Gegensatz dazu stieg die Gesamtzahl der Unfälle im Jahr 2025 landesweit um 0,3 Prozent.
Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an, jedoch verringerte sich die Anzahl der verunglückten Personen (leicht, schwer und tödlich verletzte Personen). Im letzten Jahr gab es 734 Unfälle mit Personenschaden. Im Vorjahr waren es noch 729 Verkehrsunfälle. Bei diesen Unfällen wurden 173 Personen schwer verletzt (2024: 191) und 772 Personen leicht verletzt (2024: 785).
Die Anzahl der getöteten Verkehrsteilnehmer sank im Jahr 2025 um 13 Tote. Während 2024 noch 20 Menschen im Landkreis Vorpommern-Rügen als Folge eines Verkehrsunfalls starben, lag die Zahl 2025 bei sieben. Die Verstorbenen waren drei PKW-Fahrer, zwei Fußgänger und jeweils ein LKW- und Motorradfahrer. Das Alter der Verstorbenen lag bei einer Person unter 25 Jahren, zwei zwischen 25 und 60 Jahren und vier über 60 Jahren. Im Jahr 2025 kam kein Radfahrer bei einem Unfall im Verantwortungsbereich der Polizeiinspektion Stralsund ums Leben.
Im Jahr 2025 ereigneten sich jedoch immerhin 311 Unfälle mit beteiligten Radfahrern (2024: 283). Dabei wurden 58 Personen schwer verletzt (2024: 47) und 226 leicht verletzt (2024: 193). Die hohe Anzahl an Verletzten im Vergleich zu den Unfällen mit Radfahrerbeteiligung zeigt, wie gefährdet Zweiradfahrer unterwegs sind. Ein Helm kann schwere Kopfverletzungen verhindern oder zumindest mildern. Aus diesem Grund startete das Polizeipräsidium Neubrandenburg im Jahr 2025 die Kampagne „Denk smart – Helm auf!“, um das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen und die Bedeutung eines Fahrradhelms hervorzuheben.
Die Analyse der Unfallursachen zeigt, dass im Jahr 2025 die Vorfahrtsverletzung die Hauptursache für Unfälle mit Personenschaden im Landkreis Vorpommern-Rügen war. Die Anzahl der schweren Unfälle mit dieser Hauptursache stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 213 (2024: 118). Die zweithäufigste Ursache für Unfälle im Landkreis Vorpommern-Rügen war Geschwindigkeitsüberschreitung (2025: 138, 2024: 121). Auf dem dritten Platz standen Abstandsverstöße (2025: 89, 2024: 118), gefolgt von Verstößen gegen das Rechtsfahrgebot mit 62 Unfällen und Unfällen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss mit 46. Betrachtet man alle registrierten Unfälle im Landkreis Vorpommern-Rügen, so war die Hauptursache Wild. Zusammenstöße mit Wild (2689) machten etwa ein Drittel der Unfälle aus.
Die Verkehrssicherheitsarbeit hat in der Polizeiinspektion Stralsund weiterhin einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden und schweren Sachschäden durch gezielte Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit und Prävention zu reduzieren. Im Bereich der Prävention waren die Mitarbeiter der PI Stralsund im Jahr 2025 bei etwa 320 Präventionsveranstaltungen im Einsatz – hauptsächlich bei Grundschulkindern (für den sicheren Schulweg), aber auch bei (jungen) Fahranfängern (Alkohol, Drogen, Ablenkung) bis hin zu Senioren.
Bei den Verkehrskontrollen im letzten Jahr wurden fast 42.000 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und geahndet. Über 7.000 Verkehrsteilnehmer wurden direkt nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Verkehrskontrolle mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert. Die Polizisten ahndeten zudem fast 2.200 Handyverstöße und stellten über 1.000 Alkohol- und Drogenverstöße im Straßenverkehr fest.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 1.228 (2,21%). Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 334 (0,6%) aus. Die meisten Unfälle waren Übrige Sachschadensunfälle mit 49.199 (88,42%). Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 (4,17%) und auf Autobahnen 437 (0,79%). Insgesamt gab es 57 Getötete, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








