Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind aggressive Teppichverkäufer unterwegs. Sie zwangen Seniorenpaare minderwertige Teppiche zu hohen Preisen auf.
Neubrandenburg: Warnung vor Teppichverkäufern

Neubrandenburg/Waren (ost)
Derzeit sind im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte aggressive Teppichverkäufer unterwegs. In Neubrandenburg drängten sie sich dreist und energisch in die Wohnung eines älteren Paares und verkauften den beiden völlig minderwertige Teppiche zu überhöhten Preisen. Die Betrüger behaupteten, es handle sich um hochwertige Teppiche aus der Türkei.
Die Senioren haben nun mindestens 1000 Euro für Teppiche ausgegeben, die vermutlich nicht einmal ein Viertel wert sind. Gestern erstatteten sie Anzeige, nachdem ein Familienmitglied den Betrug bemerkte.
Zu Beginn der Woche sollen die Täter auch in Waren unterwegs gewesen sein. Hier gab es nach aktuellen Informationen keinen Erfolg. In Waren konnten die Betrüger von der Polizei gestoppt und überprüft werden. Ob dieses Quartett auch in Neubrandenburg aktiv war, wird durch die laufenden Ermittlungen geklärt werden.
Die aktuelle Gruppe in den bekannten Fällen besteht aus zwei Männern und zwei Frauen. Die Männer hatten schwarze Haare und wirkten optisch wie Mitte/Ende 30. Die beiden Frauen, von denen eine deutlich jünger aussieht als die andere, haben beide lange zurückgebundene Haare, die blond/dunkelblond sind.
Es könnten jedoch auch andere Gruppierungen in der Region aktiv sein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Teppichverkäufer auch über den Landkreis hinaus in MV tätig sein werden.
Warum finden solche Betrüger manchmal offene Ohren und Opfer? Weil sie wissen, dass bei älteren Menschen vermeintlich hochwertige Dinge wie Schmuck, Büchersammlungen oder eben Teppiche als eine Art Investition des Ersparten in etwas „Sinnvolles“ angesehen werden. Und weil ältere Menschen häufiger bereit sind, sich für ihr Zuhause oder sich selbst „etwas zu gönnen“, was praktischerweise an der Haustür angeboten wird. Das ist auch den Betrügerbanden bekannt, die dies schamlos ausnutzen.
In diesem Zusammenhang appellieren wir insbesondere an die Kinder und Enkel, informative Gespräche mit ihren Eltern oder Großeltern über solche Betrugs- und Wuchergeschäfte zu führen.
Quelle: Presseportal








