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Neubrandenburger Drogenfahnder im Einsatz

Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg führte umfangreiche Durchsuchungen in 21 Objekten durch. Betäubungsmittel, Waffen und Bargeld wurden sichergestellt.

Foto: Depositphotos

Demmin/Jördenstorf/Brandenburg (ost)

Heute Morgen führte die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen in 21 Objekten in und um Demmin sowie einmal in Jördenstorf (Landkreis Rostock) und einmal in Brandenburg durch. Vorangegangen waren monatelange Ermittlungen gegen 14 deutsche Beschuldigte im Alter von 21 bis 58 Jahren wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in großen Mengen. Einige der Beschuldigten gehören dem Rockermilieu an, daher wurden neben Wohngebäuden und Nebengelassen auch ein Clubhaus durchsucht.

Nachdem alle Objekte von Polizeikräften gesichert worden waren, begannen die Ermittler mit den Durchsuchungen der Räumlichkeiten. Die Maßnahmen dauerten bis zum Nachmittag an.

Im Rahmen des Einsatzes konnten unter anderem Betäubungsmittel im Kilobereich – auch harte Drogen – sowie Marihuana, scharfe Waffen und mehrere tausend Euro Bargeld sichergestellt werden. Zudem wurden Gegenstände entdeckt, die typischerweise im Drogenhandel verwendet werden. Drei Männer im Alter von 44, 29 und 28 Jahren und eine Frau im Alter von 34 Jahren wurden in Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Neubrandenburg vorläufig festgenommen. Ihnen wird unter anderem der unerlaubte Handel mit Betäubungsmitteln in großen Mengen bzw. auch der Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Morgen wird über mögliche Haftvorführungen entschieden.

Die Kräfte der Kriminalpolizei wurden unter anderem von landeseigenen Bereitschaftspolizeikräften, Diensthundführern, Spezialeinsatzkommando-Teams und Beamten aus sechs weiteren Bundesländern unterstützt. Insgesamt waren am heutigen Tag etwa 290 Kräfte im Einsatz. Während der Maßnahmen trafen die Einsatzkräfte in einem Objekt in Demmin auf einen Hund, der die Kräfte angreifen wollte und nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Um eine weitere Gefahr für die Einsatzkräfte auszuschließen, musste der Hund getötet werden.

Die Ermittlungen in diesem Großverfahren dauern an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, von denen 7758 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 6598, wobei 5556 männliche und 1042 weibliche Verdächtige waren. 713 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Anzahl der erfassten Fälle auf 7972, wobei 7575 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 6573, darunter 5585 Männer, 988 Frauen und 875 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 8.223 7.972
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.758 7.575
Anzahl der Verdächtigen 6.598 6.573
Anzahl der männlichen Verdächtigen 5.556 5.585
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.042 988
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 713 875

Quelle: Bundeskriminalamt

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