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Neuer Zollcampus in Rostock eröffnet

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eröffnete den modernen Hochschulstandort in Rostock, um die Ausbildung des Zolls zu stärken. Größtes Holzmodulbauprojekt Europas.

Schlüsselübergabe durch die Vorständin der BImA, Dorothee Martin, an den ZOLL. v.l.: Dorothee Martin (BImA), Lars Klingbeil (Bundesfinanzminister), Manuela Schwesig (Ministerpräsidentin MV), Dr. Armin Rolfink (Präsident der Generalzolldirektion), Dr. Annette Wöhner (Dekanin des Fachbereichs Finanzen der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung), Eva-Maria Kröger (Oberbürgermeisterin Rostock).
Foto: Presseportal.de

Rostock (ost)

Am 3. Juli eröffnete Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in Rostock Lichtenhagen den zweiten Campus des Fachbereichs Finanzen der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung.

Infolge zusätzlicher Aufgaben der Zollverwaltung und erhöhter Einstellungszahlen der Nachwuchskräfte für den Zoll musste der bisher nur in Münster vertretene Campus der Zollhochschule um einen zweiten Standort erweitert werden. Ende 2021 hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt (SBL) Rostock die Ausführung dieses Großprojektes übertragen. Dieses zukunftsweisende Bauvorhaben für den Bund wurde durch das Projektteam bestehend aus dem Architekturbüro Sauerbruch & Hutton, Primus Development und Kaufmann Bausysteme geplant und errichtet.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil:

„Der ZOLL sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen, bekämpft Kriminalität und sichert wichtige Einnahmen für unser Land. Deshalb stärken wir den ZOLL mit einer grundlegenden Reform, mit neuen rechtlichen Befugnissen und mit 1.500 zusätzlichen Kräften in diesem Jahr. Der neue Campus in Rostock wird dazu beitragen, dass Zöllnerinnen und Zöllner top ausgebildet werden und Geldwäsche, Waffenschmuggel oder Drogenhandel auf der Höhe der Zeit bekämpfen können.“

Der moderne Campus bietet Platz für bis zu 600 Studierende. Er umfasst ein Lehrgebäude mit Mensa, zwei Großlehrsäle, 24 Standardlehrsäle, 48 Gruppenarbeitsräume und eine Bibliothek mit innovativen Lernräumen. Für die Studierenden des Zolls sind daneben zwei Wohngebäude mit Einzelunterkünften, Gemeinschaftsküchen und Freizeiträumen, die über Grünflächen miteinander verbunden sind, errichtet worden. Viele Bewegungs- und Begegnungsflächen laden zum Lernen, Austauschen und Vernetzen ein. Die Studierenden werden für die anspruchsvollen Aufgaben beim ZOLL, wie die Einnahmesicherung, die Bekämpfung von Schwarzarbeit, organisierter Kriminalität und Geldwäsche, qualifiziert.

In seiner Laudatio betonte Herr Dr. Rolfink die Bedeutung einer modernen, bedarfsorientierten Lehre für die Zukunft des deutschen Zolls: „Mit der heutigen Eröffnung des Zollcampus Rostock wird ein weiterer Meilenstein im Ausbau von Liegenschaften des Zolls erreicht. Die didaktisch ausgerichtete Architektur fördert das multisensorische Lehren und Lernen. Begegnungsräume zum gemeinsamen Lernen und zur Vernetzung der Studierenden legen das Fundament für berufliches Netzwerken und lebenslanges Lernen.“ Das neue Gebäude zeige eindrücklich, wofür der ZOLL steht: Einladend und offen, sichtbar und mutig, verlässlich und vernetzt.

Die Universitäts- und Hansestadt Rostock bietet dem neuen Campus der Zollverwaltung einen weiteren attraktiven Ausbildungsstandort.

„Wir freuen uns sehr, dass der Bund seine neue Zollhochschule hier bei uns an der Ostsee angesiedelt hat. Das ist ein Gewinn für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ganz Mecklenburg-Vorpommern. Die Studierenden finden hier künftig beste Lernbedingungen. Große Teile des Campus sind öffentlich zugänglich. Dadurch wird die neue Hochschule Teil des Stadtteils und kann von den Menschen, die hier leben, entdeckt und angenommen werden. Hier ist ein Ort zum Lernen und zum Leben entstanden. Mit den Wohnheimen und dem Lehrgebäude, der Mensa und der Bibliothek direkt am Campus“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger: „Rostock zieht jedes Jahr Studierende aus Deutschland und der Welt an. Schließlich sind wir eine der ältesten Universitätsstädte Deutschlands. Aber unsere Stadt steht nicht nur für studentisches Flair und studentische Traditionen, sondern steht auch für Innovationen. Davon wird auch der neue Standort der Hochschule des Bundes profitieren. Dank des modernen neuen Campus im Stadtteil Lichtenhagen kommen nun bis zu 600 Studierende hinzu. Über jeden einzelnen wissbegierigen Menschen freuen wir uns! Und sie werden begeistert sein, dass sie mit dem Rad nur einen Katzensprung vom Ostseestrand entfernt sind. Die zweijährige Bauzeit ist nur durch die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Bund, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Rostock und der Zollverwaltung mit allen Projektbeteiligten möglich gewesen. Darauf können alle stolz sein.“

Besonders hervorzuheben ist die innovative Bauweise der Gebäude: Während Unter- und Erdgeschosse sowie die Treppenräume weitestgehend in Stahlbeton errichtet wurden, besteht der Großteil des Campus aus gestapelten Holzmodulen. Es handelt sich damit um das bisher größte Holzmodulbauprojekt Europas. Diese nachhaltige Bauweise ermöglicht eine effiziente und umweltfreundliche Realisierung. Die zweijährige Bauzeit ist nur durch die bemerkenswert partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der BImA, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Rostock und der Zollverwaltung als Auftraggeberin mit allen Projektbeteiligten möglich gewesen. Planmäßig konnten im März 2026 die ersten 450 Studierenden ihr Studium am neuen Hochschulcampus aufnehmen.

„Der in Rekordzeit fertiggestellte Neubau der Zollhochschule Rostock zeigt eindrucksvoll, dass die öffentliche Hand anspruchsvolle Bauprojekte effizient und nachhaltig realisieren kann. Die modulare Holzbauweise und die jederzeit konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten waren dabei entscheidende Erfolgsfaktoren. Entstanden ist ein moderner, architektonisch anspruchsvoller Campus, der hervorragende Bedingungen für Studium, Austausch und Gemeinschaft bietet. Das Projekt ist zugleich Ansporn, innovative und nachhaltige Bauweisen auch bei künftigen Bundesbauvorhaben konsequent weiter zu verfolgen. Wir sind als BImA sehr stolz darauf, gemeinsam mit unseren Partnern einen so zukunftsweisenden Hochschulstandort für den ZOLL geschaffen zu haben“, so die Vorständin der BImA, Dorothee Martin.

Zur feierlichen Eröffnung des Campus waren die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig, die Oberbürgermeisterin von Rostock Eva-Maria Kröger und die Vorständin der BImA Dorothee Martin als Festrednerinnen der Einladung des Präsidenten der Generalzolldirektion Dr. Armin Rolfink und der Dekanin des Fachbereichs Finanzen der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Dr. Annette Wöhner, gefolgt.

Zusatzinformationen:

Tag der offenen Tür auf dem Campus: 04. Juli in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr (https://www.zoll.de/ Wir sind der Zoll bei der Hochschule in Rostock-Lichtenhagen). Informationen zur Ausbildung bei der Zollverwaltung: www.zoll-karriere.de Informationen zum Studium am Fachbereich Finanzen: www.fbfinanzen.de

Quelle: Presseportal

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