Ein 32-jähriger Deutscher, der als Intensivtäter gilt, löste mehrere Polizeieinsätze aus und verletzte zwei Beamte schwer.
Neukalen: Polizeieinsatz wegen Intensivtäter

Neukalen (ost)
Am Sonntagabend um 20.00 Uhr wurde das Küchenfenster einer Familie in der Wasserstraße in Neukalen mit einem Stein eingeworfen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Familie im Raum. Ein 32-jähriger Deutscher, der als Intensivtäter bekannt ist, wurde als möglicher Täter identifiziert. Da der Verdächtige an diesem Tag bereits mehrfach straffällig geworden war und mehrere Polizeieinsätze ausgelöst hatte, wurde auf dem Weg zum Tatort bereits mit der Bereitschaftsstaatsanwaltschaft über eine kurzfristige Inhaftierung des Beschuldigten gesprochen, um weitere Straftaten für den Rest des Abends und der Nacht zu verhindern. Angesichts der Aggressivität des Beschuldigten gegenüber Polizeibeamten und seiner Neigung zu Solidarisierungsaufrufen wurden sechs Streifenwagen aus den Revieren Malchin und Demmin nach Neukalen geschickt.
Um 20.30 Uhr fanden die Beamten den beschriebenen Mann draußen in der Straße des Friedens in Neukalen umgeben von einer Gruppe seiner Bekannten, die ebenfalls intensiv polizeilich bekannt sind. Sein Verhalten war sehr widersprüchlich. Er blies zunächst freiwillig in den Alkoholtest, der einen Promillewert von 1,27 ergab. Als die Beamten ihm mitteilten, dass sie ihn mitnehmen und für die Nacht in Gewahrsam nehmen würden, geriet er völlig außer Kontrolle. Er versuchte, eine Flasche und einen Stein auf die Beamten zu werfen, und er sowie die Umstehenden bedrohten die Beamten mehrfach mit dem Tod und beleidigten sie. Die Situation konnte vorübergehend beruhigt werden. Der Verdächtige legte Flasche und Stein zurück, wehrte sich dann jedoch heftig mit Tritten, Bissen und Spucken gegen die Fesselung. Er weigerte sich die ganze Zeit, freiwillig in den Streifenwagen zu steigen. Er verletzte zwei Beamte durch Tritte, einen von ihnen so schwer, dass er nun dienstunfähig ist.
Während einige Beamte versuchten, dem aggressiven Mann Handschellen anzulegen, mussten andere Beamte ihre Kollegen sichern. Mehrere Personen versuchten, den Gefangenen zu befreien und die Polizeiaktion erheblich zu stören. Bei dem Versuch, einen 63-jährigen Mann daran zu hindern, die Polizeikette zu durchbrechen und zu dem Festgenommenen zu gelangen, schlug er auf eine Beamtin ein und verletzte sie leicht. Sie konnte ihren Dienst fortsetzen. Gegen den 63-Jährigen wird nun wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Körperverletzung ermittelt, gegen eine 29-Jährige wegen versuchter Gefangenenbefreiung und versuchter Körperverletzung.
Nach diesem Vorfall wurde eine vorläufige Festnahme mit einer Haftprüfung bei der Justiz beantragt. Aufgrund der Entscheidung der Justiz wurde der Beschuldigte am Montagnachmittag aus allen polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Aufgrund des Einsatzes am Sonntag ermittelt die Polizei nun gegen ihn unter anderem wegen mehrfacher Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung, illegalen Autorennen und Sachbeschädigung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Alle Beteiligten sind Deutsche.
Quelle: Presseportal








