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Neustadt-Glewe: Kriminalstatistik Ludwigslust 2025

Im letzten Jahr sank die Gesamtkriminalität um 5%, während die Aufklärungsquote auf 65,3% stieg. Straßenkriminalität und Eigentumsdelikte gingen ebenfalls zurück.

Foto: Depositphotos

Landkreis Ludwigslust-Parchim (ost)

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Ludwigslust ist das Gesamtstraftatenaufkommen im vergangenen Jahr um rund 5 Prozent gesunken. Somit bearbeitete die Polizeiinspektion Ludwigslust insgesamt 10.529 Delikte landkreisweit. Das sind 573 Straftaten weniger als im Jahr zuvor. Allerdings wurden leicht steigende Fallzahlen im Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikte registriert.

Aufgrund der Reduzierung der Fallzahlen ist auch die Kriminalitätsbelastung gesunken. Die Häufigkeitszahl betrug im Landkreis Ludwigslust-Parchim im vergangenen Jahr 5.060 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2024: 5.186).

Die Aufklärungsquote im Zuständigkeitsbereich konnte im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden und beträgt 65,3 Prozent (2024: 62,9%). „Die rückläufigen Fallzahlen bei gleichzeitig steigender Aufklärungsquote unterstreichen die wirkungsvolle und konsequente Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im Landkreis“, so der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust, Ingo Renk.

Straßenkriminalität weiter gesunken

Nachdem die Straßenkriminalität nach der Pandemiezeit 2021 in den beiden darauffolgenden Jahren 2022 und 2023 gestiegen ist, sind die Fallzahlen in den vergangenen zwei Jahren wieder gesunken. So wurden im vergangenen Jahr 1.311 Delikte der Straßenkriminalität bearbeitet. Im Jahr zuvor waren es 1.512. Die Aufklärungsquote fiel im vergangenen Jahr auf 22,3% (2024: 22,9 Prozent). Unter anderem wurden im Berichtszeitraum 11 Autos gestohlen. Im Jahr zuvor sind noch 27 Autodiebstähle kriminalpolizeilich bearbeitet worden. Die Aufklärungsquote bei den PKW-Diebstählen betrug im letzten Jahr 45,5 Prozent. Hingegen war eine deutliche Abnahme bei den PKW- Einbrüchen zu verzeichnen (2025: 289, 2024: 358). Gesunken ist auch die Anzahl der gestohlenen Fahrräder (2025: 146, 2024: 224). Einen Großteil von gefährlichen und schweren Körperverletzungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen hat die Polizei im vergangenen Jahr aufklären können. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich der Straßenkriminalität lag bei 80,9 Prozent.

Deutlich weniger Eigentumsdelikte registriert

Ermittlungsschwerpunkte bildeten im vergangenen Jahr auch die 2.127 bearbeiteten Eigentumsdelikte. Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Eigentumsdelikte um 510 Fälle reduziert. Im Jahr 2024 wurden durch die Polizei hierzu 2.637 Fälle erfasst und bearbeitet.

Wohnungseinbrüche gesunken

Seit Jahren tendenziell rückläufig stellte sich die Entwicklung der Wohnungseinbrüche im Landkreis dar, die einen Schwerpunkt der polizeilichen Ermittlungsarbeit bilden. Wurden im Jahr 2016 insgesamt noch 176 Wohnungseinbrüche kriminalpolizeilich bearbeitet, so waren es im vergangenen Jahr 69 Delikte (2024: 92). Örtliche Schwerpunkte im letzten Jahr waren das Amt Neustadt-Glewe (8) und die Stadt Parchim (8). „Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang bei Eigentumsdelikten und Wohnungseinbrüchen – hier zahlt sich unsere intensive Ermittlungs- und Präventionsarbeit aus“, so der Inspektionsleiter.

Gewaltstraftaten: Deutlich weniger Raubdelikte und Häusliche Gewalt, jedoch mehr Körperverletzungen

Mit 1.321 Körperverletzungsdelikten hat die Polizei im vergangenen Jahr 60 Fälle mehr registriert als im Jahr 2024, als noch 1.261 Fälle in diesem Deliktsbereich bearbeitet wurden. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei knapp 92 Prozent. Die Anzahl der bearbeiteten Raubstraftaten hat sich von 37 im Jahr 2024 auf 11 im vergangenen Jahr verringert. Die Aufklärungsquote betrug im vergangenen Jahr 46 Prozent. Auch im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr weniger Fallzahlen. Wurden 2024 insgesamt 672 Fälle bearbeitet, so waren es im vergangenen Jahr 612. Vielfach wurde den betroffenen Opfern nach den Vorfällen Hilfe angeboten und die zuständigen Interventionsstellen informiert. Gegen die Tatverdächtigen ist in vielen Fällen eine sogenannte Wegweisung ausgesprochen und verfügt worden.

Weniger Vermögens- und Fälschungsdelikte bearbeitet

Betrügereien, Veruntreuungen, Unterschlagungen und Urkundenfälschungen machen weiterhin einen hohen Anteil in der Kriminalitätsbelastung aus. Im Dreijahresvergleich sind die Deliktszahlen von 2.290 Fälle im Jahr 2023 auf 1.662 im Jahr 2024 und auf 1.463 Fälle im Jahr 2025 gesunken. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsspektrum lag im vergangenen Jahr bei 59,8 Prozent. Einen großen Anteil in diesem Deliktsbereich tragen Betrugsstraftaten via Internet (häufig im Onlinehandel) und am Telefon sowie die missbräuchliche Benutzung von Geld- und Kreditkarten.

Polizei deckt hunderte Drogendelikte auf

Im vergangenen Jahr hat die Polizei landkreisweit in 314 Rauschgiftdelikten ermittelt (2024: 424). Dabei handelt es sich um sogenannte Kontrolldelikte, die im Zuge polizeilicher Kontrollen (häufig im Umfeld von Großveranstaltungen und Musikevents) oder im Zuge kriminalpolizeilicher Ermittlungen aufgedeckt und dann verfolgt wurden. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr mit knapp 89,5 Prozent entsprechend hoch. In dieser Statistik sind auch Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erfasst, die gegen Kraftfahrer nach Fahrten unter Drogeneinfluss erstattet wurden. Im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität spiegelt der Rückgang nicht nur eine tatsächliche Reduktion wieder, sondern ist auch auf die gesetzlichen Änderungen (Einführung des Cannabisgesetztes) zurückzuführen.

Weniger Angriffe gegen Polizeibeamte registriert

Nach einem starken Anstieg im Jahre 2024 sind die Widerstandsdelikte gegen Polizeibeamte im Jahr 2025 wieder stark gesunken. Im vergangenen Jahr kam es im Landkreis zu 55 Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte, die als Straftaten bearbeitet wurden (2024: 81). Örtliche Schwerpunkte waren im vergangenen Jahr die Städte Ludwigslust mit 11 und Parchim mit 8 Delikten.

5.286 Tatverdächtige ermittelt

Trotz der gesunkenen Fallzahlen im vergangenen Jahr wurden prozentual zur Gesamtzahl mehr Tatverdächtige ermittelt. Im Berichtszeitraum hat die Polizei insgesamt 5.286 Tatverdächtige (2024: 5.362) ermittelt, darunter 1.696 Nichtdeutsche (2024: 1.635). In Deliktsbereiche unterteilt, wurden bei Diebstählen im vergangenen Jahr gegen 644 (davon 200 Nichtdeutsche), bei Körperverletzungen gegen 1.125 (davon 236 Nichtdeutsche) und bei der Rauschgiftkriminalität gegen 278 (davon 64 Nichtdeutsche) Beschuldigte Ermittlungen geführt.

Leichter Anstieg in der Altersgruppe bis 21 Jahren

Der Anteil der ermittelten Tatverdächtigen in der Altersstruktur bis 21 Jahren ist im Berichtszeitraum um knapp einen Prozentpunkt gestiegen und liegt derzeit bei 19,2 Prozent (2024: 18,4 Prozent). Den größten Anteil bei den ermittelten Tatverdächtigen nimmt die Altersgruppe der Erwachsenen zwischen 30 und 40 Jahren mit 23,8 Prozent ein. Der Anteil der über 60-jährigen Tatverdächtigen betrug im Berichtszeitraum 10,5 Prozent (2024: 6,7 Prozent).

Präventive Maßnahmen

Im Rahmen der eigenen Kriminalitäts- und Verkehrsunfallprävention haben vornehmlich die Präventionsberater der Polizeiinspektion Ludwigslust im vergangenen Jahr 790 Veranstaltungen und Aktionen – meist im Umfeld von Kindertagesstätten, Schulen und Senioreneinrichtungen – mit etwa 19.000 Teilnehmern durchgeführt.

Quelle: Presseportal

Einbruchstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Einbruchsraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 leicht an. Im Jahr 2022 wurden 805 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 890 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank jedoch von 218 auf 213. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 216 auf 231, wobei 193 männliche und 38 weibliche Verdächtige verzeichnet wurden. Insgesamt waren 42 der Verdächtigen nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Einbruchsfällen in Deutschland mit 27.061 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 805 890
Anzahl der aufgeklärten Fälle 218 213
Anzahl der Verdächtigen 216 231
Anzahl der männlichen Verdächtigen 190 193
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 26 38
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 30 42

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 7972 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 7758 auf 7575 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 6598 auf 6573, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 5556 auf 5585 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1042 auf 988 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 713 auf 875. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten registrierten Drogenfälle in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 8.223 7.972
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.758 7.575
Anzahl der Verdächtigen 6.598 6.573
Anzahl der männlichen Verdächtigen 5.556 5.585
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.042 988
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 713 875

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, von denen 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, von denen 409 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und erneut 40 Nicht-Deutsche beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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