Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Neustrelitz, Neubrandenburg, Stralsund: Fusion Festival 2026

Das 27. Fusion Musikfestival ist zu Ende, die Abreise in vollem Gange – seit gestern verlassen Festivalteilnehmer den Bereich rund um Lärz/Neustrelitz. Polizei sorgt für reibungslose Abfahrt und stellt Verkehrstauglichkeit sicher.

Foto: Depositphotos

Neustrelitz, Neubrandenburg, Stralsund (ost)

Das 27. Fusion Musikfestival ist vorbei, die Abreise läuft auf Hochtouren – seit gestern verlassen Festivalbesucher mit Bussen, Fahrrädern, eigenen Autos und dem Zug die Gegend um Lärz/Neustrelitz.

Wie schon bei der Anreise sind auch jetzt bei der Abreise die Landes- und Bundespolizei im Einsatz, um einen reibungslosen Abfahrtsprozess zu gewährleisten.

Rückblickend war es für die Einsatzkräfte unter der Leitung der Polizeiinspektion Neubrandenburg das heißeste Fusion Festival in Bezug auf das Wetter. An den festen und mobilen Kontrollstellen rund um das Festivalgelände haben die Beamten seit Dienstagabend 48 Fälle festgestellt, in denen Personen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am Steuer saßen. Das sind immer noch 48 Fälle zu viel – deshalb liegt der Fokus der Polizei im Fusion-Einsatz zu Recht auf der Überprüfung und Sicherstellung der Verkehrstauglichkeit während der An- und Abreise.

Neben diesen Feststellungen hat die Polizei auch acht Anzeigen wegen des Besitzes oder Handels mit Drogen aufgenommen.

Am Donnerstagabend musste das Festival in Absprache mit den Sicherheitskräften des Veranstalters, dem Ordnungsamt und der Polizei für etwa 2,5 Stunden unterbrochen werden. Alle Gäste wurden auf die Landebahnen evakuiert, nachdem neben dem Festivalgelände ein Brand in der angrenzenden Natur ausgebrochen war, der von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Polizei hat kontrolliert, dass alle Festivalbesucher den Gefahrenbereich verlassen haben. Während sich alle vorsorglich in Sicherheit bringen sollten, haben einige Teilnehmer die Gelegenheit genutzt und die Plane an einer Seite der mobilen Polizeiwache von außen mit Graffiti besprüht. Als eine Polizistin die Taten der Verdächtigen stoppen und per Video als Beweis sichern wollte, wurde sie von einer Person angegriffen und leicht verletzt. Die Ermittlungen laufen, die gesammelten Daten werden ausgewertet. Anzeigen wegen Sachbeschädigung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte wurden erstattet. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 500 Euro.

Am Bahnhof Neustrelitz war auch die Bundespolizeiinspektion Stralsund im Einsatz.

Die Bundespolizei legte ihren Fokus darauf, eine sichere An- und Abreise der Festivalbesucher am Hauptbahnhof Neustrelitz zu gewährleisten. Die verstärkte Bundespolizeiinspektion Stralsund war mit rund 70 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Insgesamt kann eine positive Bilanz im Bereich der Bahn gezogen werden. Etwa 12.000 Festivalteilnehmer reisten mit Zügen der Deutschen Bahn an und bis heute Mittag etwa 7.800 Personen wieder ab. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg der Reisendenzahlen zu verzeichnen.

Wie bereits angekündigt, fanden während des Einsatzzeitraums der Bundespolizei stichprobenartige und anlassbezogene Kontrollen statt. Dabei wurden 10 Straftaten und eine Ordnungswidrigkeit festgestellt. Die Straftaten betrafen hauptsächlich Delikte nach dem Betäubungsmittelgesetz. Es wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine sichergestellt. Zudem wurde ein kolumbianischer Staatsangehöriger festgestellt, der sich illegal in Deutschland aufhält.

Die Sicherheit der Bahnreisenden wurde in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn jederzeit gewährleistet. Trotz einiger Zugausfälle im Fernverkehr konnte die Abreise der Festivalbesucher dennoch sichergestellt werden. Die Deutsche Bahn AG setzte insgesamt sieben Sonderzüge ein, um den Rückreiseverkehr zu entlasten. Somit verlief die Abreisephase genauso geordnet und reibungslos wie die Anreise.

Während der Hauptanreisetage unterstützten auch Kräfte des Hauptzollamts Stralsund die Kontrollen der Landespolizei, unter anderem mit Drogenspürhunden. Aufgrund des vielfältigen Veranstaltungsprogramms und der geografischen Lage ist das Fusion Festival auch im europäischen Ausland sehr beliebt, insbesondere bei Besuchern aus benachbarten Ländern. Das Hauptzollamt Stralsund beteiligte sich daher in diesem Jahr in zwei Einsatzabschnitten an den Kontrollen der Anreisenden. Ziel war es, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Bereich der Verbote und Beschränkungen, insbesondere das Mitbringen verbotener Substanzen, zu verhindern, festzustellen und zu verfolgen. Dabei kamen sowohl Drogenspürhunde als auch Röntgentechnik zum Einsatz.

Insgesamt wurden 24 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Konsumcannabisgesetz eingeleitet. Einige Aufgriffe betrafen eine Vielzahl unterschiedlicher Betäubungsmittel wie Ecstasy, Amphetamin, andere psychoaktive Substanzen, Kokain, psilocybinhaltige Pilze, LSD, Ketamin sowie Haschisch und Marihuana.

Der Zoll weist darauf hin, dass auch nach dem Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes am 01.04.2024 das Mitbringen von Cannabis (in allen Formen) aus dem Ausland verboten ist.

Quelle: Presseportal

nf24