Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Neustrelitz: Neue Betrugsversuche durch falsche Ableser

Eine Frau wurde von einem angeblichen Heizungsableser besucht, der zu neuen Tarifen beraten wollte. Die Polizei warnt vor Trickbetrügern, die als Ableser agieren könnten.

Foto: unsplash

Röbel (ost)

Nahezu zeitgleich mit der Polizeimeldung über betrügerische, falsche Ableser in Neustrelitz (Pressemitteilung unten eingefügt) wurde eine Dame gestern Nachmittag in Röbel von einem vermeintlichen Heizungsableser besucht, der auch über neue Tarife beraten wollte.

Die 74-jährige Frau war skeptisch und konnte den Mann abweisen. Nachdem sie heute die Warnmeldung der Polizei über falsche Heizungsableser in der Region erhalten hatte, meldete sie diese Begegnung bei der Polizei.

Es wird derzeit geprüft, ob es sich um einen echten „Spontanableser“ handelte oder um einen Betrüger. Die Polizei bittet daher die zuständigen Firmen, ihre Mitarbeiter für Ablesungen nur nach vorheriger Information an die betroffenen Bürger zu schicken. Angesichts der wiederholten Betrugsfälle durch falsche Ableser ist die Verunsicherung entsprechend groß.

Die Polizei warnt außerdem davor, dass Trickbetrüger als Ableser wie im Fall Neustrelitz weiterhin in der Region aktiv sein könnten. Die Hinweise der Polizei sollten unbedingt beachtet werden:

Ablesungen, die von entsprechenden Mitarbeitern oder Beauftragten durchgeführt werden, werden grundsätzlich von der zuständigen Firma angekündigt. Wer unsicher ist, ob die Ableser an der Haustür wirklich echt sind, sollte sich vor dem Einlassen den Namen und die Firma nennen lassen und das Ganze telefonisch beim Kundenservice der Firma hinterfragen.

Wichtig: Niemals eine Nummer für den Kundenservice von dem Unbekannten erfragen oder nutzen, da dies im Zweifelsfall zu vermeintlichen Betrügern am Telefon führen kann, die eingeweiht sind. Der eigene Versorger sollte immer bekannt sein und die Telefonnummer zum Kundenservice am Haustelefon bereit liegen oder von der letzten Abrechnung abgelesen werden.

Pressemitteilung von Dienstag, 15.20 Uhr: POL-NB: Falsche Heizungsableser stehlen 84-Jähriger über 10.000 Euro

Neustrelitz In Neustrelitz wurde eine 84-jährige Seniorin durch einen hinterhältigen Ableser-Trick um viel Erspartes gebracht. Die Dame hatte am vergangenen Freitag zur Mittagszeit Besuch von einer Frau, die sich an der Tür als Heizungsableserin ausgab.

Die Frau ließ die Verdächtige in die Wohnung und begleitete sie von Heizung zu Heizung. Während dieser Zeit nutzte wahrscheinlich eine Komplizin die Situation, um gezielt nach Bargeld und Wertgegenständen zu suchen. Nach dieser gefälschten Ablesung fehlten der Frau Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 10.000 Euro.

Die Seniorin berichtete später ihrer Familie von der Situation. Gestern wurde die entsprechende Anzeige bei der Polizei erstattet.

Die Frau, die so tat, als würde sie die Heizkörper ablesen, wird wie folgt beschrieben: jung, dunkle Haare zum Zopf gebunden, dunkler langer Mantel, deutschsprechend mit Akzent.

Die Polizei geht davon aus, dass die 84-Jährige kein Einzelfall in der Region sein könnte und der oder die Täter es zumindest an mehreren Haustüren versucht haben oder noch versuchen werden.

Bisher wurden für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte keine weiteren derartigen Trickdiebstähle durch falsche Ableser angezeigt.

Der Polizei würde es aber für die weiteren Ermittlungen helfen, wenn sich Einwohner melden, bei denen ebenfalls vermeintliche Ableser geklingelt haben – selbst wenn die wieder weggeschickt wurden. Jeder Hinweis kann helfen.

Sachdienliche Hinweise können an die Polizei Neustrelitz unter 03981 / 258224 gerichtet werden.

Und bitte immer folgendes in solchen Situationen beachten: Ablesungen, die entsprechende Mitarbeiter oder Beauftragte durchführen, werden angekündigt durch die zuständige Firma. Wer unsicher ist, ob Ableser an der Haustür tatsächlich echt sind, lässt sich vor dem Reinlassen Name und Firma nennen und hinterfragt das Ganze telefonisch beim Kundenservice der Firma. Wichtig: Nie eine Nummer von dem Unbekannten erfragen oder nutzen, weil diese im Zweifelsfall zu vermeintlichen Betrügern am Telefon, die eingeweiht sind, führen kann. Der eigene Versorger sollte immer bekannt sein und die Telefonnummer zum Kundenservice am Haustelefon bereit liegen.

Das Opfer ist Deutsche.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24