Beamte durchsuchten vier Objekte in Nordwalde, Wöllstein und Berlin. Beweismittel wie Mobiltelefone und Laptops wurden sichergestellt. Beschuldigte wurden vernommen.
Nordrhein-Westfalen: Verdacht der Einschleusung, Umfrangreiche Beweismittel sichergestellt

Rostock, Flensburg, Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwalde, Münster, Duisburg, Nordrhein-Westfalen, Wöllstein, Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz, Berlin (ost)
Etwa 140 Beamte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock haben im Auftrag der Staatsanwaltschaft Duisburg vier Objekte in Nordwalde (Nordrhein-Westfalen), Wöllstein (Rheinland-Pfalz) und Berlin durchsucht.
Das Ziel der Durchsuchungen war es, Beweismittel zu finden, um Falschaussagen und mögliche Zeugenbeeinflussung nachweisen zu können. Bei den heutigen Maßnahmen wurden umfangreiche Beweismittel wie Mobiltelefone, Laptops und Speichermedien von den Ermittlern der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock sichergestellt. Die Auswertung der beschlagnahmten mobilen Endgeräte wird derzeit von Spezialkräften der Bundespolizei im Bereich Mobilfunkforensik durchgeführt. Zudem wurden mehrere Beschuldigte befragt.
Die Aktionen von heute stehen im Zusammenhang mit einem Strafverfahren vor dem Landgericht Duisburg gegen zwei libanesische Hauptbeschuldigte, die verdächtigt werden, eine große Anzahl von Ausländern gewerbs- und bandenmäßig eingeschleust zu haben. Bei einer dieser Schleusungen über das Mittelmeer von Libyen nach Italien kamen 108 Personen ums Leben.
Die Zeugenaussagen vor Gericht unterschieden sich erheblich von den ursprünglichen Angaben der Polizei im Ermittlungsverfahren. Es besteht der Verdacht der Anstiftung zur Falschaussage, um die Angeklagten zu entlasten. Gegen die Zeugen wurden auch Strafverfahren wegen falscher uneidlicher Aussage gemäß § 153 StGB eingeleitet.
Quelle: Presseportal








