Ein Rostocker wurde Opfer von Internetbetrug, verlor 115.000 Euro. Polizei warnt vor unseriösen Angeboten im Internet.
Online-Anlagenbetrug: Betrüger erbeuten 115.000 Euro

Rostock (ost)
Erneut wurde ein Einwohner von Rostock Opfer eines umfangreichen Online-Betrugs. Die Täter konnten insgesamt etwa 115.000 Euro in zwei Monaten erbeuten.
Ein 67-jähriger Mann wurde Anfang Oktober durch eine Online-Anzeige auf ein vermeintlich lukratives Investment-Angebot aufmerksam. Das beworbene Unternehmen versprach schnelle und hohe Renditen durch Investitionen, vor allem in Kryptowährungen. Nachdem der Mann seine persönlichen Informationen in ein Online-Formular eingegeben hatte, wurde er kurz darauf von einem angeblichen „Mitarbeiter“ kontaktiert, der sich als Broker ausgab.
Der Betrüger überzeugte den Rostocker im Laufe mehrerer Gespräche, wiederholt große Geldbeträge auf ausländische Konten zu überweisen, um sie angeblich gewinnbringend anzulegen. Darüber hinaus wurden weitere Zahlungen gefordert, um angebliche Auszahlungen zu ermöglichen. Trotz der Befolgung aller Zahlungsaufforderungen erhielt der Mann weder die versprochenen Gewinne noch sein investiertes Kapital zurück.
Nachdem der Rostocker schließlich seine Hausbank kontaktierte, wurde er über die betrügerischen Machenschaften informiert. Daraufhin informierte er die Polizei.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen:
Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die schnelle und hohe Renditen versprechen, besonders im Bereich Kryptowährungen.
Prüfen Sie Anbieter sorgfältig, bevor Sie persönliche Informationen oder Geldbeträge weitergeben.
Beenden Sie den Kontakt, wenn Druck ausgeübt wird oder unerwartet zusätzliche Zahlungen gefordert werden.
Wenden Sie sich rechtzeitig an Ihre Bank und die Polizei, wenn Sie den Verdacht haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein.
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, von denen 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und wiederum 40 Nicht-Deutsche darunter waren. Im Vergleich dazu hatte Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








