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Online-Betrug: Rostocker verliert fast 200.000 Euro

Ein Mann verlor fast 200.000 Euro an einen betrügerischen „Anlagenberater“ nach einem Krypto-Währungen Video. Die Kriminalpolizei Rostock warnt vor solchen Onlineangeboten.

Foto: unsplash

Rostock (ost)

Ein weiterer Rostocker ist Opfer eines betrügerischen Geldanlageangebots geworden. Die Polizei in Rostock hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt die Bevölkerung erneut vor betrügerischen Onlineangeboten und Vermittlern.

Am letzten Samstag erschien ein Mann in einem Polizeirevier in Rostock und meldete ein mutmaßliches Betrugsdelikt. Im Juli dieses Jahres sah das Opfer ein Video im Internet, in dem ein Prominenter über Anlagemöglichkeiten in Krypto-Währungen sprach. Über einen Link im Video gelangte das Opfer auf eine Online-Plattform, auf der es sich registrierte. Noch am selben Tag nahm ein „Anlagenberater“ Kontakt mit dem Opfer auf. Zusammen mit diesem vermeintlichen Experten investierte der 63-jährige Deutsche bis zum Zeitpunkt der Anzeige fast 200.000 Euro. Als es um die Auszahlung der versprochenen Gewinne ging, verlangte der vermeintliche Berater immer weitere Einzahlungen und hielt alle Auszahlungen zurück.

Die Kriminalpolizei in Rostock hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Anlagebetrugs aufgenommen.

Die Polizei empfiehlt in diesem Zusammenhang:

Seien Sie vorsichtig bei unseriösen Anlageangeboten. Überprüfen Sie Anzeigen, Videos und angebliche Presseartikel auf ihre Echtheit. Durch computergenerierte künstliche Intelligenz können in kürzester Zeit Videos, Bilder und Anzeigen erstellt werden, die auf den ersten Blick echt wirken können. Fragen Sie vor einer Geldanlage bei Ihrer Hausbank oder der Verbraucherzentrale nach.

Informationen zum Schutz vor unseriösen Investitionsanbietern finden Sie unter anderem bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter den folgenden Links:

Links:

https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Aktuelles/verbraucher_node.html

https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/unerlaubte/2024/meldung_2024_07_22_investment_vermittlungen_de.html

https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/Finanzbetrug/Anlagebetrug/UnserioeseFestgeldangebote/verbraucher_unserioese_festgeldangebote_node.html;jsessionid=C6C4EA9901E486037A518157A733D016.internet991

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 1715 Fälle registriert, wovon 481 gelöst wurden. Es gab insgesamt 427 Verdächtige, darunter 276 Männer, 151 Frauen und 62 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2022 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 919, wobei nur 382 davon gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 29667 Fällen die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland.

2021 2022
Anzahl erfasste Fälle 1.715 919
Anzahl der aufgeklärten Fälle 481 382
Anzahl der Verdächtigen 427 328
Anzahl der männlichen Verdächtigen 276 209
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 151 119
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 62 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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