Eine 69-jährige Frau wurde Opfer eines Anlagebetrugs durch eine Onlineanzeige. Trotz Warnung und Anzeige bei der Polizei entstand ein Schaden von 36.000 Euro.
Onlinebetrug: Frau verliert 36.000 Euro

Neustrelitz (ost)
Schon am Dienstag (03. März 2026) hat eine 69-jährige Frau aus der Umgebung von Neustrelitz Anzeige bei der Polizei erstattet, nachdem sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden war.
Im Februar stieß die Frau auf eine vielversprechende und seriös aussehende Online-Anzeige, die hohe Gewinne bei Geldanlagen versprach.
Nachdem sie sich registriert und ein Konto auf einer Kryptoplattform eröffnet hatte, wurde sie von angeblichen „Finanzassistenten“ beraten, so dass sie schließlich knapp 10.000 Euro erstmalig überwies. Man versprach ihr ein Vielfaches dieses Betrages als Gewinn. Sie sollte weitere 30.000 bzw. 25.000 Euro einzahlen, was sie jedoch ablehnte. Anschließend erhielt sie ein Schreiben von derselben Website, das auf einen Betrug hinwies. Ihr persönlicher Berater versicherte ihr jedoch, dass dies nur Bluff und Panikmache seien. Nun sollte sie einen weiteren fünfstelligen Betrag einzahlen, um ihr ursprünglich investiertes Geld „freizukaufen“. Die Frau handelte offenbar aus Verzweiflung und in der Hoffnung, ihr Geld zurückzubekommen.
Nachdem sie ihr Geld nicht erhalten hatte, erstattete sie Anzeige bei der Polizei wegen des Verdachts des Betruges. Insgesamt entstand ihr ein Schaden von 36.000 Euro.
Immer wieder werden Menschen im Internet oder über Smartphone-Apps auf unseriöse Geldanlagen aufmerksam und verlieren dabei oft ihre gesamten Ersparnisse. Die meist aus dem Ausland agierenden Täter nutzen dafür Werbeanzeigen im Internet oder in sozialen Medien, Anrufe von Callcentern oder E-Mails. Für die Betrugsmasche werden eigens eingerichtete, tatsächlich nicht existierende Anlageplattformen für Online-Investments geschaffen. Durch gefälschte Bewertungen vermeintlicher Anleger wird der Eindruck erweckt, mit der Anlage ließen sich hohe Gewinne erzielen. Zudem erstellen die Betrüger professionell aussehende Webseiten, um Vertrauen zu gewinnen. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:
Quelle: Presseportal
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, wovon 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und 40 nicht-deutsche Verdächtige beteiligt waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 919 | 818 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 382 | 409 |
| Anzahl der Verdächtigen | 328 | 394 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 209 | 244 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 119 | 150 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 40 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








