Am späten Sonntagabend wurden zwei Jugendliche ohne gültige Fahrkarten im Regionalexpress kontrolliert. Einer der Jugendlichen ist bereits 78 Mal polizeilich aufgefallen, der andere 14 Mal.
Pasewalk: Jugendliche Mehrfachstraftäter im Regionalexpress

Pasewalk (ost)
Am späten Sonntagabend hat die DB AG gemeldet, dass sich im RE 13280 (Ueckermünde nach Pasewalk) zwei Personen befinden, die keine gültigen Tickets haben. Die Bundespolizisten konnten die betreffenden Personen während des Halts in Pasewalk kontrollieren. Es handelte sich um einen 15-jährigen Syrer und einen 14-jährigen Russen mit tschetschenischer Abstammung. Der Syrer konnte keine Fahrkarte vorzeigen, als er dazu aufgefordert wurde. Der Russe besaß eine gefälschte Fahrkarte. Da die Personen minderjährig waren und keine Identitätsdokumente hatten, wurden sie zur Bundespolizeidienststelle in Pasewalk gebracht. Dort konnten ihre Personalien eindeutig festgestellt werden. Beide wohnen derzeit in Eberswalde. Bei der Durchsuchung des russischen Staatsangehörigen mit tschetschenischer Abstammung wurde eine Brieftasche mit Personalausweis, Schwerbehindertenausweis, Gesundheitskarte und zwei Bankkarten gefunden. Auf die Herkunft der Brieftasche angesprochen, gab er an, sie gefunden zu haben. Er konnte jedoch nicht den genauen Fundort nennen. Die Eltern des syrischen Staatsangehörigen wurden telefonisch über den Vorfall und den Aufenthaltsort ihres Sohnes informiert und holten ihn persönlich gegen 03:20 Uhr von der Dienststelle ab. Die Erziehungsberechtigten oder Verantwortlichen des tschetschenischen Jugendlichen konnten nicht erreicht werden. Um 05:00 Uhr meldete sich die Schwester des 14-jährigen, um mitzuteilen, dass sie ihren Bruder um 07:30 Uhr von der Dienststelle abholt. Der Abgleich der persönlichen Daten beider Jugendlicher bei der Landespolizei Brandenburg ergab, dass der syrische Jugendliche bereits in 78 Fällen polizeilich aufgefallen ist, unter anderem wegen Raub, räuberischer Erpressung, Körperverletzung und BTM-Delikten. Der 14-jährige Tschetschene ist dort in 14 Fällen bekannt, unter anderem wegen Bedrohung, Erpressung und Körperverletzung. Beide Jugendliche wurden auf der Bundespolizeidienststelle erkennungsdienstlich behandelt. Strafanzeigen wegen Erschleichens von Leistungen, Betrugs und Unterschlagung wurden gestellt.
Quelle: Presseportal







