Zwei Frauen gestellt, die gefälschte Rezepte einlösten, um an Medikamente zu gelangen. Polizei ermittelt wegen Betrug und Urkundenfälschung.
Pasewalk: Rezeptfälschung in Uecker-Randow Region

Pasewalk (ost)
Gestern (06.10.2026) konnten Polizeibeamte vom Polizeihauptrevier Pasewalk zwei Frauen im Alter von 29 und 36 Jahren festnehmen, die verdächtigt werden, Rezepte gefälscht und eingelöst zu haben, um an verschreibungspflichtige Medikamente zu gelangen. Während der Ermittlungen wurden bisher drei Fälle entdeckt, bei denen es zu Betrug durch die beiden deutschen Staatsbürgerinnen gekommen sein soll.
Nach aktuellen Informationen sollen die beiden Frauen gegen 11:00 Uhr eine Apotheke in Löcknitz aufgesucht haben, um ein vermutlich gefälschtes Privatrezept für verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel einzulösen. Nachdem das Medikament übergeben wurde, kehrte eine der Verdächtigen zurück, um ein weiteres Privatrezept einzulösen. Da das Rezept den Mitarbeitern verdächtig vorkam, überprüften sie es und entdeckten weitere Unstimmigkeiten.
Währenddessen verließ die Frau die Apotheke, ohne auf die Klärung zu warten, und floh ohne das Medikament in einem Auto.
Das Personal überprüfte auch das bereits eingelöste Rezept und stellte die gleichen Auffälligkeiten fest. Um 11:35 Uhr informierten sie die Polizei. Sie konnten den Beamten eine Beschreibung des Fluchtfahrzeugs und der Personen geben.
Die Beamten leiteten sofort Fahndungsmaßnahmen ein, während die Verdächtigen gegen 12:00 Uhr in einer Apotheke in Pasewalk erneut versuchten, ein gefälschtes Rezept einzulösen. Dieser Versuch scheiterte jedoch, da das Personal aufmerksam wurde und die Polizei informierte.
Basierend auf der Beschreibung konnten die Beamten das Fluchtfahrzeug der Verdächtigen auf der B109 in Richtung Brandenburg finden und stoppen.
Bei der Durchsuchung der Frauen und des Fahrzeugs wurden betäubungsmittelhaltige Medikamente, entsprechende Kaufbelege und mutmaßlich gefälschte Privatrezepte gefunden und beschlagnahmt.
Zusätzlich ergaben sich während der Durchsuchung Hinweise auf einen dritten, ähnlichen Vorfall in einer Apotheke in Penkun. Dort sollen die Verdächtigen am selben Tag gegen 10:30 Uhr ein vermutlich gefälschtes Privatrezept eingelöst haben, um ein verschreibungspflichtiges Beruhigungsmittel zu erwerben, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.
Es wurde auch bekannt, dass die 36-Jährige bereits wegen ähnlicher Vorfälle polizeilich bekannt ist.
Die Kriminalpolizei hat gegen die beiden Frauen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, des Abrechnungsbetrugs und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 7972 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls zurück, von 7758 auf 7575. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 6598 auf 6573. In Mecklenburg-Vorpommern waren 2023 insgesamt 875 nicht-deutsche Verdächtige registriert. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 73917 die meisten erfassten Drogenfälle in Deutschland.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








