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Phishing-Betrug: Rostocker vor finanziellem Schaden bewahrt

Ein 59-jähriger Rostocker wurde dank der Sicherheitsmechanismen seiner Bank vor einem Verlust von 16.000 Euro durch Phishing-Betrug gerettet. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des Betruges.

Foto: Depositphotos

Rostock (ost)

Nur dank der Sicherheitsvorkehrungen seiner Bank konnte ein 59-jähriger Rostocker kürzlich vor einem finanziellen Verlust von 16.000 Euro gerettet werden. Der Mann wurde Opfer eines Phishing-Angriffs.

Schon am 28. Januar erhielt das Opfer einen Anruf von einer vermeintlichen Bankangestellten. Auffällig war, dass die Telefonnummer seines tatsächlichen Bankberaters auf dem Display erschien. Die Anruferin hatte zudem detaillierte persönliche Informationen: Sie kannte nicht nur den vollen Namen und die Kontonummer des Rostockers, sondern wusste auch, mit wie vielen Geräten er zu diesem Zeitpunkt in seiner Online-Banking-App angemeldet war.

Unter dem Vorwand von angeblichen internen Bankumstrukturierungen forderte die Betrügerin den Mann auf, sich über seine Banking-App ins Online-Banking einzuloggen und alle angezeigten Freigaben zu bestätigen. Dieser Prozess wiederholte sich über drei Tage mehrmals täglich.

Am letzten Wochenende entdeckte der Rostocker schließlich in seinem Nachrichtenbereich der Banking-App eine E-Mail seiner Bank. Darin wurde ihm mitgeteilt, dass er Opfer eines Phishing-Angriffs geworden war. Die bereits auf ein fremdes Konto überwiesene Summe von 16.000 Euro konnte dank einer internen Warnmeldung rechtzeitig zurückgebucht werden, wodurch der finanzielle Schaden verhindert wurde.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug eingeleitet.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor der Phishing-Betrugsmasche und gibt folgende Ratschläge:

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle registriert, wovon 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle registriert, wovon 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, darunter 244 Männer, 150 Frauen und erneut 40 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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