Mehrere Versammlungen im Zusammenhang mit gestrandetem Wal vor Insel Poel, Polizeiinspektion mit 70 Kräften im Einsatz
Poel: Versammlungsgeschehen am 11. April 2026

Wismar (ost)
Im Zusammenhang mit dem gestrandeten Wal in der Wismarer Bucht vor der Insel Poel fanden am heutigen Samstag mehrere Versammlungen in der Hansestadt Wismar und in Kirchdorf auf der Insel Poel statt.
Etwa 150 Personen versammelten sich ab etwa 11:00 Uhr am Hafen der Hansestadt Wismar, um eine friedliche Mahnwache für den gestrandeten Buckelwal in Form einer Menschenkette abzuhalten. Diese Versammlung endete bereits um 12:00 Uhr.
Am Hafen von Kirchdorf auf der Insel Poel fand eine weitere angemeldete Versammlung von 16:00 bis 18:00 Uhr statt. Insgesamt nahmen etwa 170 Personen daran teil. Auch diese Versammlung verlief friedlich. Während der Veranstaltung wurden zwei Strafanzeigen wegen des Verdachts der Körperverletzung gestellt, nachdem zwei Teilnehmerinnen in einen körperlichen Streit gerieten.
Zusätzlich gab es im Laufe des Tages auf der Insel Poel zwei spontane Versammlungen. Diese wurden von der Polizei und den zuständigen Behörden des Landkreises Nordwestmecklenburg begleitet.
Die erste spontane Versammlung fand von 11:00 bis 14:00 Uhr am Kirchdorfer Hafen statt. Insgesamt nahmen etwa 200 Personen daran teil. Die Versammlung endete um 14:00 Uhr vor Ort.
Anschließend entwickelte sich die zweite Spontanversammlung zu einem Aufzug vom Kirchdorfer Hafen bis zum Ende des Ortes Weitendorf Hof. Dort beginnt der Sperrbereich mit einem Radius von etwa 500 Metern um den Wal aufgrund der Allgemeinverfügung. Etwa 300 Personen nahmen an dieser Versammlung teil. Der Versammlungsleiter beendete die Versammlung um 15:00 Uhr.
Nach dem Ende der Versammlung begaben sich etwa 50 Personen aus der vorherigen Versammlung entlang der Absperrung auf ein angrenzendes landwirtschaftlich genutztes Feld. Einige verließen den Sperrbereich eigenständig, andere überquerten ihn bis zum Ufer. Dabei wurde ein Weidezaun des örtlichen Landwirts beschädigt. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung eingeleitet.
Insgesamt waren rund 70 eigene und unterstützende Kräfte benachbarter Polizeiinspektionen der Polizeiinspektion Wismar im Einsatz.
Quelle: Presseportal








