Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Ludwigslust stieg das Gesamtstraftatenaufkommen um 5%. Die Kriminalitätsbelastung erhöhte sich auf 6.049 Straftaten pro 100.000 Einwohner im Landkreis.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2023: Mehr aufgeklärte Fälle und Tatverdächtige

Ludwigslust-Parchim (ost)
Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Ludwigslust hat sich das Gesamtstraftatenaufkommen im vergangenen Jahr um rund 5 Prozent erhöht. Im vergangenen Jahr bearbeitete die Polizeiinspektion Ludwigslust landkreisweit insgesamt 12.954 Delikte. Das sind 659 Straftaten mehr als im Jahr zuvor. „Insbesondere war im vergangenen Jahr eine Zunahme der Eigentumsdelikte und Delikte der Straßenkriminalität zu beobachten, die zu Zeiten der Corona-Beschränkungen 2020 und 2021 erheblich rückläufig waren.“ so der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust, Ingo Renk. Zudem wurden steigende Fallzahlen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten verzeichnet.
Aufgrund des Anstiegs der Fallzahlen hat sich auch die Kriminalitätsbelastung erhöht. Diese betrug im Landkreis Ludwigslust-Parchim im vergangenen Jahr 6.049 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2022= 5.802).
Die Aufklärungsquote im Zuständigkeitsbereich blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und beträgt 61,8 Prozent (2022= 61,7%).
Straßenkriminalität gestiegen
Nach einem Rückgang der Straßenkriminalität in den Pandemiejahren 2020 und 2021 und einem Anstieg der Fallzahlen im Jahr 2022, hat sich der steigende Trend auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. So wurden im vergangenen Jahr 1.658 Delikte der Straßenkriminalität bearbeitet. Im Jahr zuvor waren es 1.499. Die Aufklärungsquote stieg im vergangenen Jahr auf 25,7% (2022=21,8 Prozent).
Unter anderem wurden im Berichtszeitraum 21 Autos gestohlen. Im Jahr zuvor sind 29 Autodiebstähle kriminalpolizeilich bearbeitet worden. Die Aufklärungsquote bei den PKW-Diebstählen betrug im letzten Jahr 71,4 Prozent. Hingegen war eine Zunahme bei den PKW- Einbrüchen zu verzeichnen (2023= 437, 2022= 375). Gestiegen ist auch die Anzahl der gestohlenen Fahrräder. (2023= 261, 2022= 239).
Einen hohen Anteil von gefährlichen und schweren Körperverletzungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen hat die Polizei im vergangenen Jahr aufklären können. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich der Straßenkriminalität lag bei 77,2 Prozent.
Mehr Eigentumsdelikte registriert
Ermittlungsschwerpunkte bildeten im vergangenen Jahr auch die 3.216 bearbeiteten Eigentumsdelikte. Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Eigentumsdelikte um 211 Fälle erhöht. Im Jahr 2022 wurden durch die Polizei hierzu 3.005 Fälle erfasst und bearbeitet.
Erneut weniger Wohnungseinbrüche
Seit Jahren tendenziell rückläufig stellt sich die Entwicklung der Wohnungseinbrüche im Landkreis dar, die einen Schwerpunkt der polizeilichen Ermittlungsarbeit bilden. Wurden im Jahr 2016 insgesamt noch 176 Wohnungseinbrüche kriminalpolizeilich bearbeitet, so waren es im vergangenen Jahr 71 Delikte (2022= 97). „Wir stellen seit nunmehr 8 Jahren einen kontinuierlichen Rückgang in diesem Deliktsbereich fest.“, so Inspektionsleiter Ingo Renk. Örtliche Schwerpunkte im letzten Jahr waren die Region Sternberg (9), und die Stadt Hagenow (7).
Gewaltstraftaten: Weniger Körperverletzungen und Raubdelikte, jedoch mehr Fälle von häuslicher Gewalt
Mit 1.286 Körperverletzungsdelikten hat die Polizei im vergangenen Jahr 98 Fälle weniger registriert als im Jahr 2022, als noch 1.383 Fälle in diesem Deliktsbereich bearbeitet wurden. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei knapp 90 Prozent.
Auch die Anzahl der bearbeiteten Raubstraftaten hat sich von 47 im Jahr 2022 auf 40 im vergangenen Jahr verringert. Die Aufklärungsquote betrug im vergangenen Jahr 75 Prozent.
Einen erneuten Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt verzeichnete die Polizei im vergangenen Jahr. Wurden 2022 insgesamt 422 Fälle bearbeitet, so waren es im vergangenen Jahr 566. Vielfach wurde den betroffenen Opfern nach den Vorfällen Hilfe angeboten und die zuständigen Interventionsstellen informiert. Gegen die Tatverdächtigen ist in vielen Fällen eine sogenannte Wegweisung ausgesprochen und verfügt worden.
Mehr Vermögens- und Fälschungsdelikte bearbeitet
Betrügereien, Veruntreuungen, Unterschlagungen und Urkundenfälschungen machen weiterhin einen erheblichen Anteil in der Kriminalitätsbelastung aus. Im Zweijahresvergleich sind die Deliktszahlen von 2.082 Fälle im Jahr 2022 auf 2.291 im Jahr 2023 gestiegen. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsspektrum lag im vergangenen Jahr bei über 57 Prozent. Insbesondere Betrugsstraftaten via Internet (häufig im Onlinehandel) und am Telefon sowie die missbräuchliche Benutzung von Geld- und Kreditkarten trugen zu dieser Entwicklung bei.
Polizei deckt hunderte Drogendelikte auf
Im vergangenen Jahr hat die Polizei landkreisweit in 681 Rauschgiftdelikten ermittelt (2022= 866). Dabei handelt es sich um sogenannte Kontrolldelikte, die im Zuge polizeilicher Kontrollen (häufig im Umfeld von Großveranstaltungen und Musikevents) oder im Zuge kriminalpolizeilicher Ermittlungen aufgedeckt und dann verfolgt wurden. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr mit knapp 92,5 Prozent entsprechend hoch. In dieser Statistik sind auch Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erfasst, die gegen Kraftfahrer nach Fahrten unter Drogeneinfluss erstattet wurden.
Weniger Angriffe gegen Polizeibeamte registriert
Nach einem Anstieg der Widerstandsdelikte gegen Polizeibeamte in den Jahren 2021 und 2022, gestalten die Fallzahlen im Jahre 2023 tendenziell rückläufig. Im vergangenen Jahr kam es im Landkreis zu 64 Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte, die als Straftaten bearbeitet wurden (2022= 73). Örtlicher Schwerpunkt war im vergangenen Jahr die Stadt Parchim mit 12 Delikten.
5.696 Tatverdächtige ermittelt
Gemessen an den steigenden Fallzahlen, wurden im vergangenen Jahr entsprechend auch mehr Tatverdächtige ermittelt. Im Berichtszeitraum hat die Polizei insgesamt 5.696 Tatverdächtige (2022= 5.405) ermittelt. Darunter 1.254 nichtdeutsche Tatverdächtige (ohne Verstöße Asylverfahrens- und Aufenthaltsgesetz).
In Deliktsbereiche unterteilt, wurden bei Diebstählen im vergangenen Jahr gegen 967 (davon 341 Nichtdeutsche), bei Körperverletzungen gegen 1.069 (davon 233 Nichtdeutsche) und bei der Rauschgiftkriminalität gegen 579 (davon 135 Nichtdeutsche) Beschuldigte Ermittlungen geführt.
Leichter Anstieg in der Altersgruppe bis 21 Jahren
Der Anteil der ermittelten Tatverdächtigen in der Altersstruktur bis 21 Jahren hat sich im Berichtszeitraum um knapp zwei Prozentpunkte erhöht und liegt derzeit bei 19,4 Prozent (2022= 17,6 Prozent).
Den größten Anteil bei den ermittelten Tatverdächtigen nimmt die Altersgruppe der Erwachsenen zwischen 30 und 40 Jahren mit 24,5 Prozent ein. Der Anteil der über 60-jährigen Tatverdächtigen sank und betrug im Berichtszeitraum 9,7 Prozent (2022= 11,6 Prozent).
Präventive Maßnahmen
Im Rahmen der eigenen Kriminalitäts-und Verkehrsunfallprävention haben vornehmlich die Präventionsberater der Polizeiinspektion Ludwigslust im vergangenen Jahr 850 Veranstaltungen und Aktionen – meist im Umfeld von Kindertagesstätten, Schulen und Senioreneinrichtungen – mit etwa 20.000 Teilnehmern durchgeführt. Durch den Mitarbeiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle wurden 15 vor-Ort-Beratungen zum Schutz vor Einbrüchen in Wohngebäuden und Gärten durchgeführt.
Kontakt:
Polizeiinspektion Ludwigslust
Pressestelle
Klaus Wiechmann
Telefon: 03874/411 304
E-Mail: pressestelle-pi.ludwigslust@polizei.mv-regierung.de
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.
Einbruchstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022
Die Einbruchsraten in Mecklenburg-Vorpommern sind zwischen 2021 und 2022 gesunken. Im Jahr 2021 wurden 927 Fälle registriert, wovon 314 gelöst wurden. Es gab insgesamt 280 Verdächtige, darunter 241 Männer, 39 Frauen und 36 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2022 wurden 805 Fälle registriert, von denen 218 gelöst wurden. Es gab insgesamt 216 Verdächtige, darunter 190 Männer, 26 Frauen und 30 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Einbrüchen in Deutschland mit 23528 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 927 | 805 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 314 | 218 |
| Anzahl der Verdächtigen | 280 | 216 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 241 | 190 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 39 | 26 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 36 | 30 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Raubstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022
Die Räuberieraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2021 und 2022 an. Im Jahr 2021 wurden 451 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 bereits 540 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 324 auf 380. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 416 auf 475, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 389 auf 436 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 27 auf 39 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen erhöhte sich ebenfalls von 94 auf 113. Im Vergleich dazu gab es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die meisten registrierten Raubüberfälle in Deutschland mit 11270 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 451 | 540 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 324 | 380 |
| Anzahl der Verdächtigen | 416 | 475 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 389 | 436 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 27 | 39 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 94 | 113 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 8728 Fälle erfasst, wovon 8304 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 6776, wobei 5675 männlich und 1101 weiblich waren. 647 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle registriert, von denen 7758 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 6598, wobei 5556 männlich und 1042 weiblich waren. 713 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 70510 Fällen.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.728 | 8.223 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 8.304 | 7.758 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.776 | 6.598 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.675 | 5.556 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.101 | 1.042 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 647 | 713 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2021/2022
Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2021 und 2022 sind rückläufig. Im Jahr 2021 wurden 1715 Fälle registriert, während es im Jahr 2022 nur noch 919 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle ging ebenfalls von 481 auf 382 zurück. Die Anzahl der Verdächtigen sank von 427 auf 328, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 276 auf 209 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 151 auf 119 abnahm. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen verringerte sich von 62 auf 40. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2022 mit 29667 die meisten registrierten Fälle von Cyberkriminalität in Deutschland.
| 2021 | 2022 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.715 | 919 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 481 | 382 |
| Anzahl der Verdächtigen | 427 | 328 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 276 | 209 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 151 | 119 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 62 | 40 |
Quelle: Bundeskriminalamt








