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Rampe: Warnung vor Sextortion-Mails

Das LKA MV warnt vor einer breitangelegten, automatisierten Erpressungs-Kampagne, bei der Geldzahlungen gefordert werden, um vermeintlich kompromittierende Informationen nicht zu veröffentlichen.

Foto: unsplash

Rampe (ost)

Das LKA MV hat derzeit Kenntnisse über eine umfangreiche, automatisierte Erpressungskampagne (Modus Operandi Sextortion), die seit einigen Tagen läuft.

Es gibt verschiedene Arten von Modis Operandi bei Sextortion. In einer Variante senden die Täter per E-Mail Erpresserschreiben an ihre Opfer, in denen sie behaupten, kompromittierende Sexvideos des Opfers aufgenommen zu haben und Geld verlangen, um sie nicht zu veröffentlichen. Häufig werden solche E-Mails massenhaft als Spam verschickt.

In der aktuellen Serie suggerieren die Täter den Geschädigten, dass ihre Computer übernommen wurden und intime Informationen über sie gesammelt wurden. Diese werden dann aufgefordert, z.B. 800 EUR in Bitcoins zu zahlen, ansonsten würden die erhaltenen intimen Informationen veröffentlicht.

Nach einer ersten Einschätzung des LKA MV handelt es sich bei dieser Serie um nicht personalisierte Schreiben. Es gibt bisher keine Hinweise auf tatsächliche Computerübernahmen und Informationslecks. Nach dem aktuellen Informationsstand sind bereits einige Zahlungen von Geschädigten an die Täter geleistet worden.

Es gab bereits 2024 eine nahezu identische Serie.

Das Landeskriminalamt rät: Zahlen Sie nicht an die Täter!

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen keine weiteren Informationen vor. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Details genannt werden können.

Sind Sie auch Opfer eines solchen Erpressungsversuchs geworden? Bitte informieren Sie die nächstgelegene Polizeidienststelle oder nutzen Sie die Onlinewache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de.

Weitere Informationen zu Sextortion erhalten Sie hier:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/sextortion/

https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2025/250212_Valentinstag_Sextortion.html

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 919 Fälle gemeldet, wovon 382 gelöst wurden. Es gab insgesamt 328 Verdächtige, darunter 209 Männer, 119 Frauen und 40 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 wurden 818 Fälle gemeldet, wovon 409 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 394, wobei 244 Männer, 150 Frauen und erneut 40 nicht-deutsche Verdächtige identifiziert wurden. Im Vergleich dazu verzeichnete Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22.125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 919 818
Anzahl der aufgeklärten Fälle 382 409
Anzahl der Verdächtigen 328 394
Anzahl der männlichen Verdächtigen 209 244
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 119 150
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 40 40

Quelle: Bundeskriminalamt

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