Die Polizei rückte neun Mal aus, darunter ein Baum-Crash und ein Auto im Graben. Mehrere Autofahrer hatten falsche oder unzureichende Winterreifen.
Ribnitz-Damgarten: Glatteunfälle im Osten von MV

Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen (ost)
Heute Morgen wurden die Polizei im gesamten Landkreis durch Glätteunfälle auf die Straßen gerufen. Bis 09.00 Uhr rückten die Beamten neun Mal in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte aus. Es gab hauptsächlich Blechschäden, aber eine Fahrerin wurde leicht verletzt.
Ein 20-Jähriger rutschte heute gegen 07.10 Uhr bei Schneematsch auf der Kreisstraße 87 bei Blankensee (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) in einer Kurve von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Das Auto musste abgeschleppt werden.
Ein weiterer 20-Jähriger landete gegen 07.30 Uhr im Graben auf dem Verbindungsweg zwischen Sanzkow und Teusin bei Demmin. Er blieb unverletzt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 2000 Euro.
Um 08.30 Uhr kam eine 44-jährige Frau auf der Landesstraße 19 zwischen Bad Sülze und Kneese (Landkreis Vorpommern-Rügen) von der Straße ab und wurde leicht verletzt ins Klinikum gebracht.
In Ribnitz-Damgarten stießen um 08.15 Uhr zwei Autos an der Ampel auf der Damgartener Chaussee zusammen. Beide Fahrer blieben unverletzt. Der Schaden wird auf etwa 3000 Euro geschätzt.
Wie in den anderen Fällen wurde auch hier von der Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit als Hauptunfallursache festgestellt.
An den Fahrzeugen stellten die Einsatzkräfte mehrfach falsche oder unzureichende Reifen fest.
In Neubrandenburg kam ein Transporterfahrer kurz vor 07.00 Uhr auf der B192 Höhe Broda von der Straße ab. Der Schaden beträgt etwa 100 Euro. Obwohl er Winterreifen hatte, war das Profil bei einem völlig abgefahren.
Bei einem 21-Jährigen, der ebenfalls kurz vor 07.00 Uhr auf der B 113 bei Krackow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) in den Graben gerutscht war, gab es überhaupt keine Winterreifen. Der Schaden beträgt etwa 4000 Euro.
Kurz nach 08.00 Uhr verlor ein 28-Jähriger in Pasewalk die Kontrolle. Auch er hatte keine Winterreifen, rutschte bei Glätte von der Straße ab und fuhr gegen einen Zaun. Der Schaden beträgt etwa 10.000 Euro.
Bis auf die beiden polnischen Fahrzeugführer bei den Unfällen in Pasewalk und Neubrandenburg waren alle anderen Deutsche.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon endeten 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% aller Unfälle entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% aller Unfälle ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% aller Unfälle entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt gab es 57 Todesopfer, 1.105 Schwerverletzte und 5.095 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 55.641 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.880 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.228 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 334 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 49.199 |
| Ortslage – innerorts | 3.500 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 2.320 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 437 |
| Getötete | 57 |
| Schwerverletzte | 1.105 |
| Leichtverletzte | 5.095 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








