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Röbel/Müritz: Schüsse nach Streitgespräch

In Malchow kam es zu einer Bedrohungslage, als ein Auto vorbeifuhr und Schüsse auf eine Gruppe abgegeben wurden. Der Tatverdächtige wurde identifiziert und eine Waffe sichergestellt.

Foto: Depositphotos

Malchow (ost)

In Malchow ereignete sich am Mittwochabend eine bedrohliche Situation in der Friedrich-Ebert-Straße. Gegen 22:00 Uhr befanden sich mehrere Erwachsene und Jugendliche (im Alter zwischen 15 und 40 Jahren) in einem Bushäuschen. Ein Auto fuhr zunächst an ihnen vorbei, kehrte dann um und kam wieder zurück. Ein Insasse des Autos beschuldigte die Gruppe, dass einer von ihnen den Mittelfinger in Richtung des Autos gezeigt habe. Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen den Autoinsassen und einem Teil der Gruppe am Bushäuschen.

Der Beifahrer soll dann aus dem geöffneten Autofenster heraus zuerst einen 15-jährigen aus der Gruppe verbal bedroht haben und kurz darauf soll er eine Waffe auf die Gruppe gerichtet haben. Es wurden zwei Schüsse abgefeuert, während der Autofahrer losfuhr. Die Schüsse trafen ein Motorrad, das neben der Gruppe stand. Dabei löste sich Metall ab. Das Auto fuhr dann in Richtung Rostocker Straße davon. Die Situation wurde auch von anderen Zeugen beobachtet, die nicht zur Gruppe gehörten.

Die Polizeibeamten sicherten vor Ort Spuren, darunter auch Patronenhülsen. Aufgrund einer detaillierten Beschreibung des Beifahrers, der die Schüsse abgegeben haben soll, und des Autos konnten die Polizeibeamten in Röbel den Tatverdächtigen identifizieren. Da der 20-jährige beschuldigte Deutsche eine Erlaubnis zum Besitz von bestimmten Waffen hat, informierte die Polizei die Waffenbehörde über den Vorfall. Eine Waffe als mögliches Tatmittel wurde von den Beamten sichergestellt.

Die Kripo Röbel ermittelt nun unter anderem wegen Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Alle anderen Beteiligten sind ebenfalls Deutsche.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Mordraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, wovon 36 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 34 Verdächtige, darunter 30 Männer, 4 Frauen und 6 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 23, von denen alle aufgeklärt wurden. Es gab 26 Verdächtige, davon 23 Männer, 3 Frauen und 5 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Mordfälle in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 39 23
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36 23
Anzahl der Verdächtigen 34 26
Anzahl der männlichen Verdächtigen 30 23
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 4 3
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 6 5

Quelle: Bundeskriminalamt

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