Die Kriminalpolizeiinspektion Rostock hat einen umfangreichen Erfolg im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität erzielt. Bei Durchsuchungen wurden mehr als 65 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt.
Rostock: 65 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt

Rostock (ost)
Die Kriminalpolizeiinspektion Rostock hat nach langwierigen Ermittlungen einen bedeutenden Erfolg im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität erzielt. In der vergangenen Woche konnten bei umfangreichen Durchsuchungen erhebliche Mengen mutmaßlicher Betäubungsmittel sowie weitere Beweismittel sichergestellt werden.
Im Fokus der Untersuchungen standen mehrere Verdächtige wegen des Verdachts des organisierten und gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln. Im Verlauf der intensiven Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Lieferung oder Umverteilung größerer Mengen mutmaßlicher Betäubungsmittel.
Basierend auf den gewonnenen Informationen wurde ein geplanter, groß angelegter Einsatz vorgezogen. Daher wurden am vergangenen Donnerstag, dem 07.05.2026, im Rahmen eines ad hoc-Einsatzes insgesamt drei Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, die bereits zuvor von der Staatsanwaltschaft Rostock beim zuständigen Amtsgericht beantragt worden waren. Die Maßnahmen wurden an zwei Wohnadressen der Verdächtigen in der Hansestadt Rostock sowie an einer Adresse im Landkreis Rostock durchgeführt.
Bei diesen Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte insgesamt mehr als 65 Kilogramm mutmaßliche Betäubungsmittel sicher. Außerdem wurden Bargeld im niedrigen sechsstelligen Bereich, verschiedene Utensilien für den Anbau und Vertrieb von Betäubungsmitteln, mehrere Mobiltelefone und technische Speichermedien sowie Schlagwerkzeuge gefunden und beschlagnahmt.
Die festgestellten Mengen stellen für die Kriminalpolizeiinspektion Rostock einen außergewöhnlichen Erfolg bei der Sicherstellung dar. Die gefundenen Substanzen werden derzeit umfassend kriminaltechnisch untersucht, um Art, Zusammensetzung und Wirkstoffgehalt zweifelsfrei festzustellen. Detailliertere Informationen zu den Betäubungsmitteln können derzeit noch nicht gegeben werden.
Noch am selben Tag ordnete die Staatsanwaltschaft Rostock die vorläufige Festnahme der insgesamt zwei deutschen und einem litauischen Verdächtigen im Alter von 21 und 22 Jahren an. Das Amtsgericht Rostock erließ am Freitag Haftbefehle gegen die Verdächtigen.
Die weiteren Ermittlungen sind noch im Gange. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle aufgezeichnet, während es im Jahr 2023 7972 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle betrug 7758 im Jahr 2022 und 7575 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen sank ebenfalls von 6598 im Jahr 2022 auf 6573 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 5556 männlich, 1042 weiblich und 713 nicht-deutsch im Jahr 2022. Im Jahr 2023 waren 5585 männlich, 988 weiblich und 875 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 8.223 | 7.972 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 7.758 | 7.575 |
| Anzahl der Verdächtigen | 6.598 | 6.573 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 5.556 | 5.585 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 1.042 | 988 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 713 | 875 |
Quelle: Bundeskriminalamt








