Im Frühjahr 2025 beging ein Tatverdächtiger in Rostock einen bewaffneten Raub mit einem Messer. Der 31-jährige syrische Staatsangehörige erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und elf Monaten.
Rostock Hauptbahnhof: Raub in Rostock, Verdächtiger zu mehrjähriger Freiheitsstrafe verurteilt

Rostock (ost)
Im Frühjahr 2025 ereignete sich in Rostock ein schwerer Raubüberfall, bei dem ein Messer eingesetzt wurde, und nun wurde der Angeklagte verurteilt.
Nach den bisherigen Informationen traf das spätere Opfer den Verdächtigen zunächst in einer Regionalbahn von Bad Doberan nach Rostock. Nachdem sie den Zug verlassen hatten, gingen sie gemeinsam in Richtung Rostock-Südstadt. Der Verdächtige zog plötzlich ein Messer auf Höhe der ehemaligen Kleingartenanlage am Pütterweg und forderte den 24-jährigen deutschen Geschädigten unter Vorhalt der Waffe auf, Bargeld herauszugeben. Aus Angst vor schweren Verletzungen übergab der 24-Jährige dem Täter einen Geldbetrag. Anschließend bedrohte der Verdächtige das Opfer mit weiterer Gewalt, falls es ihm folgen oder die Polizei rufen sollte, und entfernte sich dann in Richtung Rostocker Hauptbahnhof.
Die unmittelbar eingeleiteten Ermittlungen wurden vom Kriminalkommissariat Rostock durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass der Verdächtige seine Flucht offenbar mit einem Taxi vom Hauptbahnhof aus fortsetzte. Durch gezielte Ermittlungen und die Auswertung von Hinweisen, auch durch Beamte des Polizeihauptreviers Reutershagen, verdichtete sich der Tatverdacht im weiteren Verlauf gegen einen 31-jährigen syrischen Staatsbürger.
Der Verdächtige war bereits zuvor mehrmals wegen Gewaltverbrechen polizeilich bekannt, sodass entsprechende Haftgründe vorlagen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rostock erließ das Amtsgericht Rostock einen Haftbefehl, der im Mai 2025 vollstreckt wurde. (siehe auch Pressemitteilung der Polizeiinspektion Rostock vom 26.05.2025: https://t1p.de/b7hfe)
Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen erhob die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage vor dem Landgericht Rostock. In der Hauptverhandlung wurde der Angeklagte wegen schweren Raubes zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und elf Monaten verurteilt.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Mecklenburg-Vorpommern stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 540 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 657 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 380 auf 484. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 475 auf 600, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Jahr 2023 gab es 556 männliche Verdächtige und 44 weibliche Verdächtige. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 113 auf 189. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 540 | 657 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 380 | 484 |
| Anzahl der Verdächtigen | 475 | 600 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 436 | 556 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 39 | 44 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 113 | 189 |
Quelle: Bundeskriminalamt








