Ein gelber Bistrostuhl wurde auf den Gleisen platziert, verursachte eine Kollision und führte zu Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Rostock Hauptbahnhof: Stuhl in Bahngleisen

Güstrow, Rostock (ost)
Durch bisher unbekannte Täter wurde auf der Bahnstrecke Berlin – Rostock im Bereich Güstrow am Bahnübergang Rostocker Straße / Am Mühlentor (Bahnkilometer 113,9) ein gelber Bistrostuhl auf die Gleise gelegt. Dies führte dazu, dass der RE 4368 (Strecke Berlin – Rostock) mit dem Stuhl kollidierte und ihn etwa 15 m mitzog. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG informierte die Bundespolizeiinspektion Rostock in den frühen Morgenstunden des 23.06.2024 um 01:00 Uhr darüber. Beamte des Polizeihauptreviers Güstrow entfernten den Stuhl von den Gleisen. Eine Suche in der Umgebung verlief ergebnislos. Die Bundespolizeiinspektion Rostock stellte nach der Ankunft des Zuges am Hauptbahnhof Rostock keine sichtbaren Schäden fest. Es kam zu keinen weiteren Störungen im Bahnverkehr. Die Bundespolizei hat nun Ermittlungen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.
In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizeiinspektion Rostock erneut eindringlich vor den extremen Gefahren beim Aufenthalt an und auf den Bahngleisen. Die Züge fahren mit hoher Geschwindigkeit, sind sehr leise und werden daher erst spät wahrgenommen. Zudem entsteht durch die vorbeifahrenden Züge eine starke Sogwirkung, die zu schwerwiegenden Unfällen führen kann. Die Bundespolizei führt regelmäßig Präventionsveranstaltungen an Schulen und öffentlichen Einrichtungen durch, um Eltern, Schüler und Lehrer über die Gefahren zu sensibilisieren. Bahnanlagen sind kein Spielplatz!
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2022
Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2022 zeigt insgesamt 53.500 Unfälle. Davon waren 4.913 Unfälle mit Personenschaden, was 9,18% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 2,3% der Gesamtzahl aus, was 1.233 Unfällen entspricht. 288 Unfälle, also 0,54%, wurden unter dem Einfluss berauschender Mittel verursacht. Die meisten Unfälle, nämlich 87,97%, waren Übrige Sachschadensunfälle, insgesamt 47.066. Innerorts ereigneten sich 31.178 Unfälle (58,28%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 19.742 Unfälle (36,9%) und auf Autobahnen 2.580 Unfälle (4,82%). Insgesamt gab es 83 Getötete, 1.266 Schwerverletzte und 4.983 Leichtverletzte.
| 2022 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 53.500 |
| Unfälle mit Personenschaden | 4.913 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 1.233 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 288 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 47.066 |
| Ortslage – innerorts | 31.178 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 19.742 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 2.580 |
| Getötete | 83 |
| Schwerverletzte | 1.266 |
| Leichtverletzte | 4.983 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








