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Rostock: Kontrollschwerpunkte der Verkehrskampagne „Fahren. Ankommen. LEBEN!“

Alkohol, Drogen und Medikamente als Gefahrenquellen im Straßenverkehr. Polizei verstärkt Kontrollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im gesamten Land. 800 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss im Jahr 2025.

Foto: Depositphotos

Rostock/Neubrandenburg (ost)

Wenn kurze Momente der Unachtsamkeit auf Alkohol, Drogen oder Medikamente treffen, werden die Straßen schnell zu gefährlichen Orten. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und auf die Risiken aufmerksam zu machen, finden ab heute im ganzen Land vermehrt stationäre oder mobile Kontrollen statt. Die aktuellen Entwicklungen der Verkehrsunfallzahlen unterstreichen die Wichtigkeit solcher Maßnahmen: Im Jahr 2025 gab es fast 800 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss im ganzen Land. Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2024: 744, 2025: 772). In allen Bereichen (insgesamt, Todesfälle, Schwerverletzte) gibt es laut Statistik einen Anstieg. Nur bei leichtverletzten Personen gab es einen leichten Rückgang.

Die Polizei appelliert daher dringend an alle Verkehrsteilnehmer, nur nüchtern ans Steuer oder auf das Zweirad zu steigen. Schon geringe Mengen Alkohol, Drogen oder bestimmte Medikamente können die Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und das Urteilsvermögen erheblich beeinträchtigen.

Die Zahlen bei Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss haben sich hingegen positiv entwickelt. In allen Bereichen, insbesondere bei Verletzten und Getöteten, gab es Rückgänge. Im Jahr 2025 gab es keinen tödlichen Verkehrsunfall in diesem Zusammenhang.

Die Entwicklung der Unfallstatistik bei Zweiradfahrern bereitet weiterhin Sorge und ist ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Unfallzahlen erneut an (plus 5,97 %). Obwohl die Zahl der getöteten Zweiradfahrer zurückging, wurden gleichzeitig mehr Menschen verletzt oder schwer verletzt.

Den gesamten Monat Juni über werden verstärkt Kontrollen in den acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg durchgeführt. Die Auftaktkontrolle findet heute Montag (01. Juni 2026) im Bereich der Polizeiinspektion Ludwigslust statt.

Die 0,5-Promille-Grenze gilt grundsätzlich für Autofahrer. Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren unterliegen der Null-Promille-Regelung. Bereits ab 0,3 Promille kann jedoch bei auffälligem Fahrverhalten oder einem Unfall eine Strafbarkeit vorliegen.

Die gleichen Alkoholgrenzen gelten für E-Scooter-Fahrer wie für Autofahrer. Auch hier drohen bei Verstößen empfindliche Geldstrafen, Punkte und der Entzug der Fahrerlaubnis.

Radfahrer müssen ab 1,6 Promille mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Aber auch darunter kann bereits eine Strafbarkeit gegeben sein, wenn Ausfallerscheinungen festgestellt werden oder es zu einem Unfall kommt.

In Bezug auf den Cannabiskonsum weist die Polizei darauf hin, dass auch nach der Teillegalisierung weiterhin klare Regeln im Straßenverkehr gelten. Wer unter dem Einfluss von Cannabis ein Fahrzeug lenkt, riskiert Geldbußen, Fahrverbote und strafrechtliche Konsequenzen. Besonders problematisch ist, dass die Wirkung individuell unterschiedlich und oft länger anhaltend ist, als Betroffene vermuten. Die Kombination von Cannabis mit Alkohol oder Medikamenten erhöht die Gefahren zusätzlich erheblich.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern für 2022/2023

Die Drogenraten in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Rückgang. Im Jahr 2022 wurden 8223 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 nur noch 7972 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle sank ebenfalls von 7758 auf 7575. Die Anzahl der Verdächtigen ging von 6598 auf 6573 zurück, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 5556 auf 5585 stieg und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1042 auf 988 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 713 auf 875. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 8.223 7.972
Anzahl der aufgeklärten Fälle 7.758 7.575
Anzahl der Verdächtigen 6.598 6.573
Anzahl der männlichen Verdächtigen 5.556 5.585
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.042 988
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 713 875

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Mecklenburg-Vorpommern für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2023 zeigt insgesamt 55.641 Unfälle. Davon waren 4.880 Unfälle mit Personenschaden, was 8,77% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 1.228 Fälle aus, was 2,21% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 334 Fällen registriert, was 0,6% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 49.199 Fälle, was 88,42% entspricht. Innerorts gab es 3.500 Unfälle (6,29%), außerorts (ohne Autobahnen) 2.320 Unfälle (4,17%) und auf Autobahnen 437 Unfälle (0,79%). Insgesamt kamen 57 Menschen ums Leben, 1.105 wurden schwer verletzt und 5.095 leicht verletzt.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 55.641
Unfälle mit Personenschaden 4.880
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 1.228
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 334
Übrige Sachschadensunfälle 49.199
Ortslage – innerorts 3.500
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 2.320
Ortslage – auf Autobahnen 437
Getötete 57
Schwerverletzte 1.105
Leichtverletzte 5.095

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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